Stadt Basel

    Basel: Wirbel um Schriftzug an Geschäft – LDP-Grossrat empört

    Redaktion
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    Basel,

    In der Geschichte um einen vermeintlich ohne Bewilligung angebrachten Schriftzug bekommt das betroffene Basler Bastelgeschäft Rückendeckung aus der Politik.

    bastelgeschäft basel
    Dieses Geschäft im Basler Gerbergässlein hat ohne Bewilligung einen Schriftzug angebracht, behauptet das Baudepartement. - Facebook / Presser AG

    Das Wichtigste in Kürze

    • Das Basler Baudepartement fordert von einem Ladeninhaber, einen Schriftzug zu entfernen.
    • Dieser sei ohne Bewilligung angebracht worden.
    • Der Besitzer beteuert, dass selbiger 18 Jahre lang niemanden gestört hat.
    • Jetzt schaltet sich ein LDP-Grossrat in die Debatte ein.

    Ladenbesitzer Jürg Presser versteht die Welt nicht mehr: Im Dezember erhielt der Inhaber eines Bastelgeschäfts Post vom Basler Baudepartement.

    Darin wird er darauf aufmerksam gemacht, dass an seinem Schaufenster angebrachte Werbe-Schriftzüge nicht die nötige Bewilligung hätten.

    Gegenüber der «Basler Zeitung» beteuert er, dass die beanstandete Folie dort schon seit langer Zeit hängt: «18 Jahre lang war alles in Ordnung, bis einer vorbeigelaufen ist und fand, das gehe nicht.»

    Rückendeckung von LDP-Grossrat

    In der Politik hat dieser Vorfall für eine Reaktion gesorgt. In einer schriftlichen Anfrage an die Regierung kritisiert LDP-Grossrat Alex Ebi das Vorgehen.

    ldp basel
    LDP-Grossrat Alex Ebi. - Michael Fritschi

    Darin fragt er etwa, ob solche Massnahmen sinnvoll und noch zeitgemäss seien. Die Mitarbeitenden des Departements stellt er dabei nicht an den Pranger. Diese hätten lediglich nach bestehenden Vorschriften gehandelt.

    Sind solche Vorschriften in der Praxis sinnvoll?

    Er bezieht sich bei seiner Kritik auch auf die schwierige wirtschaftliche Situation von Geschäften in Innenstädten. Das betroffene Bastelgeschäft hebe sich als Fachgeschäft positiv gegenüber grossen Ketten ab. Ebi sagt: «Es wäre folgerichtig, wenn solche Geschäfte unterstützt und nicht – wie im vorliegenden Fall – schikaniert würden.»

    Der Grossrat fordert nun von der Regierung, die Vorschrift zu prüfen und gegebenenfalls aufzuheben.

    Geschäft findet Lösung

    Jürg Presser hat währenddessen eine Lösung für sein Problem gefunden. Er bringt gemäss «BaZ» die Werbefolien nun auf der Innenseite seiner Fensterscheiben an. Ein Baukontrolleur habe ihm versichert, dass dies in Ordnung sei.

    Kommentare

    User #4370 (nicht angemeldet)

    Scheint mir beides ein gebastel

    User #2669 (nicht angemeldet)

    Die meisten Passanten sehen das Geschäft eh nicht und Touristen sind wahrscheinlich weniger an Bastelläden interessiert. Also sein lassen wie's ist.

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