Das bedeuten Trumps Zölle für Basel

Die neuen US-Zölle setzen die Basler KMU unter Druck. Pharmariesen wie Roche und Novartis dürften dank US-Präsenz weniger betroffen sein.

Das Wichtigste in Kürze
- Die US-Zölle treffen in der Region Basel vor allem kleine und mittelständische Firmen.
- Unternehmen mit Produktionsstandort in den USA hingegen sehen sich gerüstet.
- Die Pharmariesen Roche und Novartis befürchten zunächst keine gravierenden Auswirkungen.
Donald Trumps Zoll-Offensive sorgt für Nervosität in der Basler Wirtschaft. Die USA erheben neu 32 Prozent auf Importe aus der Schweiz.
Besonders betroffen sind laut Martin Dätwyler, Direktor der Handelskammer beider Basel, kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Er sagt gegenüber der «bz Basel»: «Unternehmen ohne Produktionsstandorte in den USA und solche, die ersetzbare Produkte herstellen, leiden besonders stark.»
Besonders die Schweizer Medtech-Branche oder auch die Maschinenbauindustrie dürfte es gemäss Dätwyler hart treffen. Ihnen drohe der Verlust des lukrativen US-Marktes.
Pharmariesen profitieren von ihren US-Standorten
Die Basler Pharma-Konzerne Roche und Novartis sind dagegen besser aufgestellt. Ihre starke Präsenz in den USA schützt sie vor direkten Folgen.

«Roche ist in den USA mit mehr als 25'000 Mitarbeitern stark vertreten», erklärt Firmensprecherin Nina Mählitz der «bz Basel». Direkte Folgen für den Standort Basel befürchte sie derzeit nicht.
Auch Novartis sieht sich dank weltweiter Produktions und Lieferketten gut aufgestellt, prüft die Auswirkungen der Zölle aber intensiv.
Das Unternehmen wolle «konstruktiv» mit den Behörden zusammenarbeiten, so Novartis-Sprecherin Miriam Anton.
«Baselbieter Exportwirtschaft auf freien Handel angewiesen»
Die Baselbieter Regierung beobachtet die Entwicklung mit Sorge, wie Volkswirtschaftsdirektor Thomi Jourdan zugibt: «Die Baselbieter Exportwirtschaft ist wie jene der Schweiz auf möglichst freien Handel angewiesen», sagt er der Zeitung.
Das Departement für Wirtschaft, Umwelt und Soziales in Basel-Stadt warnt bereits vor möglichen zukünftigen Zöllen auf Arzneimittel. Aktuell gelten noch Ausnahmen.
Noch seien Pharmaprodukte nicht betroffen, was laut Sprecherin Sonja Körkel positiv für Basel sei. Doch die Konsequenzen für andere Branchen seien gravierend.