Stadt Basel

    «Gen-Z-Mafia» lockt Junge in Basel in die Unterwelt

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA, Karin Aebischer

    Basel,

    Sie steht der kurdischen Untergrundorganisation PKK nahe und handelt mit Waffen und Drogen: Eine neue Mafia-Gruppierung breitet sich in der Schweiz aus.

    basel tolhilda
    Dieses Instagram-Foto, das SRF vorliegt, soll den Tolhildan-Anführer auf einem Balkon in der Stadt Basel zeigen. - screenshot SRF

    Das Wichtigste in Kürze

    • Eine Mafia-Gruppe mit auffallend vielen jungen Mitgliedern etabliert sich neu in der Schweiz.
    • Sie agiert vor allem von der Region Basel aus und rekrutiert via Social Media.
    • Die Behörden sind alarmiert.

    Türkische Gangs wie die Daltons expandieren schon länger nach Europa – und in die Schweiz.

    Nun hat sich hierzulande eine neue kurdisch-türkische Mafia-Gruppe etabliert. Sie nennt sich «Tolhildan» – was auf Kurdisch Rache bedeutet. Einige ihrer Mitglieder sollen der kurdischen Untergrundorganisation PKK nahestehen.

    Die Tolhildan handeln mit Waffen und Drogen, wie Recherchen von SRF Investigativ zeigen. Seit zwei Jahren soll die Gruppierung in der Schweiz aktiv sein, vor allem in der Region Basel.

    Müsste die Schweiz stärker gegen die Mafia-Gruppierungen vorgehen?

    Sie rekrutiert via Social Media und zeigt sich dort dementsprechend offen. Man sieht Männer in teuren Autos und mit Pistolen, die auf diese Weise neue junge Mitglieder anziehen wollen.

    Sie verlinken dabei Kanäle wie Telegram, auf denen Gewehre und Pistolen verkauft werden.

    Mitglieder sind Teenager

    Die türkischen Daltons gelten denn auch als Vorbild der Schweizer Gruppierung. Auch dort sind viele Mitglieder Teenager, man nennt sie deshalb die «Gen-Z-Mafia». Verbrechen gibt es «auf Bestellung» und es trifft jene, die kein Schutzgeld bezahlen.

    Gemäss der Recherche des Senders arbeitet Tolhildan mit den Daltons zusammen. Letztere werden in Deutschland für Anschläge auf Ladenlokale verantwortlich gemacht.

    Die Behörden in der Schweiz sind alarmiert.

    Bundeskriminalpolizei-Chef Markus Gisin sagt gegenüber SRF, diese Mafia sei wie andere solche Gruppierungen in der Schutzgelderpressung aktiv.

    Ebenso bei illegalen Glücksspielen, Betäubungsmittelhandel, Waffenhandel und was noch bei der organisierten Kriminalität «gang und gäbe sei».

    Ein Problem sind laut Gisin Fehden mit Rivalen. «Die Sicherheit im öffentlichen Raum ist dahingehend gefährdet, da zum Teil die Konflikte im öffentlichen Raum mit Schusswaffen ausgetragen werden.»

    Die Gruppierungen gingen aber nicht gegen irgendwelche Personen vor, sondern gezielt gegen ihre eigentlichen Konkurrenten.

    Kommentare

    User #4307 (nicht angemeldet)

    Lustig, wie die Peanunts von Strassenkriminalität die Rechten in Ohnmacht fallen lassen. Die Wirtschaftskriminalität, welche in der Schweiz aber noch so akzeptiert, gefördert und gedeckt wird von der bürgerlich-neoliberalen Mehrheit in den Parlamenten seid jeher, die sind ihnen dann egal. Wenn die Chefs und Eigentümer 100'000'000 Franken Steuergeld stehlen, ist es Rechten egal, da sie es nicht direkt sehen. Wenn aber ein mittelloser Dealer 100.- verdient, dann rasten sie komplett aus, weil sie's sehen können. Naja, Menschen sind halt alles andere als intelligente Tiere. Affektgetrieben und kurssichtig wie nur sonst was. Deswegen ist der Planet auch am Abgrund mittlerweile. Aber da sind bestimmt auch die mittellosen Geflüchteten schuld. Das Fluchtboot übers Mittelmeer ist ja auh mit Benzin betrieben!!!!!1 Eieiei.

    User #3196 (nicht angemeldet)

    Logisch rekrutieren die Jugendliche wegen der Strafmündigkeit. DieJungen fasst die Staatsanwaltschaft mit Samthandschuhen an, schliesslich will man den Jungen nicht ihr Leben verbauen

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    dave
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