Lonza reicht Baueingabe für zwei neue Türme in Basel ein

Das Pharmaunternehmen Lonza wird am Freitag die Baueingabe für zwei neue Türme und einen Park in Basel einreichen.

Das Pharmaunternehmen Lonza wird am Freitag die Baueingabe für zwei neue Türme und einen Park in Basel einreichen. Kommende Woche folgt die Eingabe für die Totalsanierung des bestehenden Hochhauses von 1962, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte.
Im Lindenhofareal, wo sich heute Parkplätze und ein Tennisplatz befinden, soll künftig ein öffentliche zugängliche Grünfläche stehen. «Damit wollen wir den Hauptsitz stärken – es ist ein Bekenntnis zu Basel», sagte Lonza-Chefjurist Andreas Bohrer vor den Medien. Der heutige Zustand mache nicht viel Sinn.
Die «alte Dame», also das bestehende und seit 2024 denkmalgeschützte Hochhaus, habe ihr Rentenalter erreicht. Sie soll aber nicht «pensioniert», sondern aufgefrischt werden und «zwei Geschwister erhalten», sagte Bohrer.
2027 sollen die Bauarbeiten für das neue Lindenhofareal starten. Zwei Jahre später wird das alte Hochhaus voraussichtlich fertig saniert sein, 2030 die Neubauten mit dem Park.
Vom Ergebnis der Hochhaussanierung werden Passanten von aussen nicht viel merken: Die geschützte Gebäudehalle wird gleich aussehen, wie der Architekt Christian Zerreis von Büro Burckhardt versicherte.
Im Innern werden die Treppenhäuser erhalten werden, während die Gebäudetechnik, der Brandschutz und Wärmedämmung eine Erneuerung erfahren. Während der Sanierung wird das Personal provisorisch im Lonza-Standort Stücki arbeiten.
«Aussenräume ohne Konsumzwang»
Auf dem Lindenhofareal sollen 215 Mietwohnungen entstehen, davon ein Viertel im preisgünstigen Segment. Zudem plant Lonza Büro- und Dienstleistungsflächen für 700 Arbeitsplätze.
Der eine neue Turm ist für Wohnungen bestimmt, der andere für gemischte Nutzung, wie der Architekt Jean-Luc von Aarburg vom Büro Miller & Maranta erklärte. Während der Park verkehrsfrei bleibt, sollen die Türme unterirdisch miteinander verbunden sein.
Die Fassaden der Neubauten werden Solarstrom produzieren, um einen grossen Teil des Energieverbrauchs zu decken. Die Erdgeschosse sollen noch nicht genauer definierten «publikumsorientierten Nutzungen» dienen, darunter ein Gastroangebot.
55 Bäume bleiben erhalten. Hinzu kommen 54 Ersatz- und 20 bis 30 Neupflanzungen, wie Landschaftsarchitekt Lorenz Siegenthaler sagte. Der neue Park soll von mehreren Seiten zugänglich sein und es soll «Aussenräume ohne Konsumzwang» geben.
Über die Kosten des ganze Projekts wollte Lonza vor den Medien keine Angaben machen.




