Unterflurcontainer: Neuer Testlauf im Bachletten-Quartier

In der Stadt Basel startet im Bachletten-Quartier ein einjähriger Pilotversuch mit Unterflurcontainern. Abfälle können an 19 Standorten täglich entsorgt werden.

Wie die Stadt Basel berichtet, beginnt heute im Bachletten-Quartier der einjährige Pilotversuch mit Unterflurcontainern für die Abfallsammlung.
Ab sofort können die Quartierbewohnerinnen und -bewohner ihre Abfälle täglich und getrennt in verschiedenfarbigen Abfallsäcken entsorgen: Rüst- und Speiseabfälle, Kunststoffe und Getränkekartons sowie den übrigen Haushaltsabfall. Im Quartier stehen an 19 Standorten Unterflurcontainer zur Verfügung.
Im Auftrag des Grossen Rats testet der Kanton Basel-Stadt ab heute während eines Jahres die Abfallsammlung mit Unterflurcontainern im Bachletten-Quartier. Die Stadtreinigung hat gestern die Abdeckungen sämtlicher Einwurfsäulen entfernt.
Klare Regeln während des Pilotversuchs
Der Pilotversuch findet zwischen Elsässerbahn, dem Schützenmattpark, der Schützenmatte und dem Zolli statt. Quartierbewohnerinnen und -bewohner können ihre Bebbi-Säcke, Kunststoffsammelsäcke und Bio-Säcke werktags von 6 bis 23 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen von 9 bis 19 Uhr an 19 Standorten einwerfen.
Während des Pilotversuchs gibt es keine Abfallsammlung ab dem Trottoir. Bei der Sammlung der alten Weihnachtsbäume im Januar wird die Stadtreinigung mit Aufklebern auf irrtümlich bereitgestellte Bebbi-Säcke hinweisen.
Die Abfallkontrolle des Amts für Umwelt und Energie wird die Situation beobachten und kann bei Bedarf Ordnungsbussen für falsch bereitgestellte Abfälle ausstellen.
Kleinsperrgut melden Quartierbewohnerinnen und -bewohner ab sofort wie Grosssperrgut über die Sauberkeitshotline, die kantonale Webseite, die Dräggwägg-App oder per E-Mail bei der Stadtreinigung an. Die Abfuhr weiterer Abfallarten wie Grüngut, Papier und Karton oder Metall bleibt während des Pilotversuchs unverändert.
Abfalltrennung für Bioabfälle, Kunststoffverpackungen und Getränkekartons
Für die Abfalltrennung bietet der Kanton drei verschiedene Abfallsäcke an: Einer für Kunststoffverpackungen und Getränkekartons, einer für Rüst- und Speiseabfälle und der Bebbi-Sack für den übrigen Hauskehricht.
Quartierbewohnerinnen und -bewohner können alle drei Säcke in denselben Unterflurcontainer werfen. Anschliessend transportiert die Stadtreinigung die Abfallsäcke in eine lokale Sortieranlage, wo die Säcke nach Farbe getrennt werden.
Die blauen Bebbi-Säcke gelangen wie bisher in die Kehrrichtverbrennungsanlage (KVA). Eine Biogasanlage in Pratteln vergärt die Rüst- und Speiseabfälle im grünen Bio-Sack. Die Kunststoffverpackungen und Getränkekartons im violett-transparenten RecyBag werden industriell recycelt.
Wo die neuen Abfallsäcke erhältlich sind
Die Basler Bio-Säcke sind in den Coop-Filialen Bachletten und Neuweilerplatz sowie der Migros-Filiale Neuweilerplatz und dem Migros-Partner Birsigstrasse erhältlich.
Die Zehn-Liter-Säcke kosten 0,70 Franken pro Stück. Die violett-transparenten RecyBag-Säcke sind seit 2023 in ausgewählten Basler Coop-, Denner- und Lidl-Filialen erhältlich – auch in den Coop-Filialen Bachletten Neuweilerplatz.
Im RecyBag können Quartierbewohnerinnen und -bewohner Kunststoffverpackungsabfälle wie Folien, Becher, Tuben, oder Schalen und auch Getränkekartons (Tetrapak) entsorgen.
Auswertung des Pilotversuchs
Der Grosse Rat möchte mit dem Pilotversuch prüfen, ob die Abfallentsorgung mit Unterflurcontainern und dem System «Sack im Behälter» in der ganzen Stadt Basel sinnvoll wäre – sowohl ökologisch (umweltfreundlich) als auch ökonomisch (kosteneffizient).
Der Versuch soll zeigen, wie die Quartierbewohnerinnen und -bewohner das neue System annehmen, ob das System mit verschiedenfarbigen Säcken im selben Container gut funktioniert und wie sich Sauberkeit, Kosten, Umweltbelastung sowie Zufriedenheit der Einwohnerinnen und -einwohner entwickeln.
Zur Beurteilung verschickt der Kanton Basel-Stadt zwei Umfragen an rund 2000 Haushalte im Testgebiet: Die erste im Oktober 2025 – also vor Beginn des Versuchs –, und die zweite im Jahr 2026, gegen Ende des Pilotversuchs.
Die Ergebnisse des Pilotversuchs sollen dem Grossen Rat als Entscheidungsgrundlage für die zukünftige Basler Abfallentsorgung dienen.




