Liestal BL: Landratssaal bleibt bis Mitte August 2027 geschlossen

Im Regierungsgebäude in Liestal BL haben Ingenieure verfaulte Balkenköpfe und Echten Hausschwamm gefunden. Die Sanierung beginnt voraussichtlich im November.

Ein Zwischenbericht zu den Untersuchungen im Regierungsgebäude beschreibt substantielle Schäden und Hohlräume im Bereich der Holzbalkenköpfe. Über undichte Anschlüsse im Bereich der Balkone konnte über längere Zeiträume Regenwasser eindringen. In zwei Räumen wurde zudem der Echte Hausschwamm festgestellt.
Für die komplexen Sanierungsarbeiten muss der Landratssaal bis voraussichtlich Ende Sommerferien 2027 geschlossen bleiben.
Noch laufen die Untersuchungen im Regierungsgebäude in Liestal. Wie geplant werden sie zum Ende der Herbstferien abgeschlossen sein. Ein Zwischenbericht der Ingenieure gibt weiteren Aufschluss über das Schadensbild.
Dieser zeigt zudem, dass die Sanierungsarbeiten eine längere Zeit in Anspruch nehmen werden. Aus diesem Grund steht der Landratssaal dem Parlament voraussichtlich erst nach den Sommerferien 2027 wieder zur Verfügung. Davon betroffen ist auch das Regierungszimmer und sein Vorzimmer.
In den kommenden Wochen werden weitere Untersuchungen zeigen, ob das Foyer, die Cafeteria und die drei Sitzungszimmer im zweiten und dritten Stock bereits deutlich früher wieder freigegeben werden können.
Unerwünschte Hohlräume und Feuchtigkeit
Die Schäden lassen sich in zwei Kategorien einteilen: Feuchtigkeit und Pilzbefall. Wobei die Feuchtigkeit den Pilzbefall begünstigt hat, denn der Echte Hausschwamm könnte sich in einer trockenen Umgebung nicht ausbreiten. Der Echte Hausschwamm konnte bis jetzt nur im Regierungszimmer und seinem Vorzimmer nachgewiesen werden.
Von den Schäden betroffen ist der älteste Teil des Gebäudes. Dieser Gebäudeteil wurde 1775-1779 erstellt und 1834 aufgestockt. Darin befindet sich unter anderem das Regierungszimmer, dessen 2002 montierte Deckenverkleidung sich vor einigen Wochen überraschend gelöst hat.
Diese Decke ist gleichzeitig der Boden des Landratssaals. Die bisherigen Untersuchungen haben ergeben, dass aufgrund von unerwünschten Hohlräumen im Bereich der Balkone und Balkontüren des Landratssaals Regenwasser eingedrungen ist. Ebenso sind mehrere Holzbalkenköpfe verfault und Holzoberflächen nicht mehr intakt.
Der Ursprung vieler Schäden ist auf die Zeit kurz nach dem Bau dieses Gebäudeteils zurückzuführen. Sie waren von aussen nicht sichtbar und blieben somit bis heute unentdeckt.
Sanierungsbeginn im November
Das gesamte Schadensausmass der Deckenkonstruktion wird in den kommenden Wochen noch genauer untersucht. Parallel dazu wird ein Sanierungskonzept ausgearbeitet. Die Sanierungsarbeiten werden voraussichtlich im November beginnen.
Die Mitarbeitenden der Landeskanzlei und des Generalsekretariats der Sicherheitsdirektion können ihrer Arbeit auch währen der Sanierung im Regierungsgebäude nachgehen. Möglich sind kurzzeitige Schliessungen von einzelnen Büros, aus Sicherheits- und Lärmschutzgründen.





