Baselland

    Muttenz: Herber Rückschlag – 0:1-Niederlage gegen den FC Wohlen

    SV Muttenz
    SV Muttenz

    Muttenz,

    Trotz klarer Spieldominanz unterlag der SV Muttenz in Muttenz BL dem FC Wohlen 0:1. Ein Fehlpass von Goalie Steven Oberle entschied die Partie.

    Muttenz
    Fussballfeld (Symbolbild) - Nau.ch / Miriam Danielsson

    Der SV Muttenz erlitt in der Meisterschaft einen herben Rückschlag, denn nach einem über weite Strecken ungenügenden Auftritt unterlag er im Heimspiel dem FC Wohlen knapp mit 0:1 und verlor dadurch den Anschluss an die Spitzengruppe. Die Gastgeber dominierten zwar über die gesamte Spielzeit das Geschehen klar, hatten auch deutlich mehr Ballbesitz, vermochten jedoch aus ihrer Überlegenheit keinen Profit zu ziehen.

    Über die gesamten neunzig Minuten erspielten sie sich nur eine klare Möglichkeit, ansonsten waren da noch ein paar wenige Halbchancen, mehr aber auch nicht. Und weil man den Aargauern den matchentscheidenden Treffer mit einem krassen Lapsus praktisch schenkte, ging man am Schluss als Verlierer vom Platz. Goalie Steven Oberle unterlief in der 44. Minute weit vor seinem Gehäuse ein Fehlpass, den Dorde Komatovic mit einem präzisen Heber ins verwaiste Muttenzer Tor nutzte. Die Gäste wurden für ihren Aufwand reichlich belohnt.

    Sie erarbeiteten sich nämlich über die komplette Partie hinweg keine einzige Torchance. Herausragend war allerdings ihre Defensive und diese sicherte ihnen schlussendlich den äusserst wichtigen Sieg.

    Die vom Routinier Alban Pnishi ausgezeichnet organisierte, vielbeinige Abwehr liess überhaupt nichts zu. In der zweiten Halbzeit verteidigten sie ihre Führung mit elf Mann im und um den eigenen Strafraum. Sie verriegelten das Zentrum hermetisch, und auch auf den Flügeln gab es für die Einheimischen kaum einmal ein Durchkommen.

    Bereits in der Startphase zeichnete sich ab, dass die Baselbieter viel Geduld aufwenden müssen, um den dichten Abwehrriegel knacken zu können. Sie bemühten sich redlich, kombinierten viel, verlagerten das Spiel auch immer wieder, das Ganze lief jedoch zu stereotyp und vor allem zu langsam ab und war deshalb einfach zu durchschauen. Vor der Pause wiesen sie lediglich zwei erfolgversprechende Abschlüsse auf, die aber zu unpräzis ausfielen.

    Nach dem Seitenwechsel verlagerte sich das Geschehen ganz in die Platzhälfte der Gäste, da sie sich dort einigelten und selbst auf einzelne Nadelstiche verzichteten. Die Hausherren bekundeten weiterhin grosse Probleme hinter die gegnerische Verteidigung zu kommen. Die Tiefenläufe wurden zwar angedeutet, die Bälle jedoch anschliessend nicht gespielt, da man den einfacheren Querpass vorzog.

    Trotzdem hatten sie in der ersten Viertelstunde nach der Pause zwei gut Aktionen innerhalb des gegnerischen Sechzehners. Die zu harmlosen Schüsse von Emmanuel Makia und Robin Adamczyk bereiteten allerdings Joël Bonorand keine Mühe. Auch in der Schlussphase rannten die Rotschwarzen erfolglos ihrem Rückstand hinterher.

    Es fehlte ihnen nun die Entschlossenheit sowie der nötige Biss, um die zweiten Bälle zu erobern und so für etwas Druck zu sorgen. Im Anschluss an eine Kopfballverlängerung hatte Auron Vranovci in der Nachspielzeit den Ausgleich doch noch auf dem Fuss. Er nahm das Leder direkt ab, dieses verfehlte jedoch sein Ziel deutlich, sodass der SV Muttenz seine vierte Niederlage nicht mehr abwenden konnte.

    Im letzten Heimspiel der Vorrunde trifft der SV Muttenz am Samstag, 14. November auf den Tabellennachbarn, den FC Solothurn. Anpfiff auf der Sportanlage Margelacker ist um 16 Uhr. Beide Mannschaften sind dringend auf einen Sieg angewiesen, da sie ansonsten den Kontakt zu den beiden Tabellenführenden vollends verlieren.

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