Alberto Fabbri gewinnt Ersatzwahl für Basler Gerichtspräsidium

Die SP verfügt nicht mehr über die Mehrheit aller Präsidien beim Basler Appellationsgericht. Alberto Fabbri (Mitte) gewinnt die Ersatzwahl um eines der neun Präsidien. Im zweiten Wahlgang setzte er sich gegen Manuel Kreis (SP) durch, wie die Staatskanzlei am Sonntag mitteilte.

Fabbri holte 20'907 Stimmen (53,8 Prozent). Er lag damit deutlich vor Kreis mit 17'872 Stimmen (46 Prozent); der Rest der Stimmen verteilte sich auf vereinzelte Namen. Die Wahlbeteiligung lag bei 37,4 Prozent.
Somit gewinnt ein bekannter Name in der Schweizer Justiz: Fabbri ist sei 2021 Bundesstrafrichter. Zuvor war er Erster Staatsanwalt des Kantons Basel-Stadt sowie des Bundes; dort zeitweise auch Leitender Staatsanwalt.
Unterstützt wurde Fabbri von der Mitte, EVP, GLP, LDP, FDP, SVP und Aktives Bettingen. Mit dieser Wahl verliert die SP eines von fünf Präsidien am höchsten kantonalen Gericht an die Bürgerlichen. Somit verfügt die SP nicht mehr über die Mehrheit der neun Präsidien. Aufgrund des Rücktritts von Gerichtspräsident Christian Hoenen per Ende 2026 kam es zur Ersatzwahl für den Rest der Amtsperiode von 2022 bis 2027.
Beim ersten Wahlgang am 27. September hatte keiner der beiden das absolute Mehr erreicht. Fabbri lag damals lediglich 248 Stimmen vor Kreis.



