Das sind die grössten Sorgen der Basler Jugend

Weniger sicher, öfter einsam, zu viel Schulstress: Die Jugendlichen im Kanton Basel-Stadt sind unzufriedener. Das zeigt die Jugendbefragung 2025 des Kantons.

Das Wichtigste in Kürze
- Grundsätzlich leben die meisten Jugendlichen gerne im Kanton Basel-Stadt.
- Dennoch gibt es Sorgen. Sicherheit, Einsamkeit und die Schule stehen im Fokus.
- Klima und Rassismus stehen weniger im Vordergrund.
Rund 90 Prozent der Jugendlichen leben gerne im Kanton Basel-Stadt, wie das Präsidialdepartement und Erziehungsdepartement am Mittwoch gemeinsam mitteilten. 2009 bis 2017 waren es noch 95 Prozent gewesen. Der Anteil der Jugendlichen, die sehr gerne hier lebt, sei zudem seit 2017 von 74 Prozent auf 51 Prozent geschrumpft.
Ein Grund für die sinkende Zufriedenheit sei das abnehmende Sicherheitsgefühl, heisst es weiter. Nur noch 57 Prozent der Befragten fühlten sich abends allein zu Fuss sicher, gegenüber 67 Prozent im Jahr 2021. Dabei nahmen weibliche Jugendliche den öffentlichen Raum als unsicherer wahr als männliche: 43 Prozent der jungen Frauen fühlten sich abends sicher, bei den jungen Männern waren es 74 Prozent.
Jugendliche beobachten «unhöfliche, aggressive Menschen», «Junkies» und «komische Leute», wie es im Bericht heisst. Auch Schlägereien, Drohungen und Fahrraddiebstähle würden für ein Gefühl der Unsicherheit sorgen.
Die Befragung zeigte zudem, dass Jugendliche die von Einsamkeit am stärksten betroffene Altersgruppe sind. Fast jede fünfte Person zwischen 12 und 17 Jahren fühle sich häufig einsam.
Früher Schulstart setzt den Jugendlichen zu
Als grösste Sorge nannten die Jugendlichen die Schule. Rund die Hälfte sei deswegen besorgt, heisst es im Bericht. Bei den männlichen Jugendlichen sorgen sich 45 Prozent wegen der Schule, bei den weiblichen sind es 68 Prozent. Als belastend empfinden sie unter anderem den frühen Unterrichtsbeginn, lange Schultage und den Leistungsdruck.
Insgesamt machen sich die Jugendlichen aber weniger Sorgen als bei der letzten Befragung, wie es weiter heisst. Besonders deutlich zurück gingen Sorgen wegen Natur und Klima sowie Rassismus und Diskriminierung. Der Konsum von Games, Internet und sozialen Medien bereite hingegen mehr Sorgen.
Für die Jugendbefragung 2025 befragte das Statistische Amt Basel-Stadt vergangenen September 883 Personen im Alter von 12 bis 17 Jahren. Die Erhebung wird seit 2009 alle vier Jahre durchgeführt.



