Basler Regierung soll sich um Erhaltung des Kindernäscht bemühen

Die Basler Regierung soll Möglichkeiten aufzeigen, wie das Betreuungsangebot Kindernäscht künftig finanziert und gesichert werden kann. Der Grosse Rat hat am Mittwoch einen entsprechenden Anzug mit 66 zu 25 bei 3 Enthaltungen überwiesen.

Edibe Gölgeli (SP) und Andrea Strahm (Mitte) fordern in ihrem Vorstoss, dass die Exekutive prüft, welche Anpassungen auf Gesetzes- und Verordnungsebene erforderlich wären, um dieses Angebot langfristig zu erhalten. Mit Ausnahme der LDP und FDP unterstützen sämtliche Fraktionen den Anzug.
Befürworterinnen hielten fest, dass das Kindernäscht eine Lücke fülle, da auch kurzfristige Anmeldungen möglich sind. Barbara Heer (SP) hielt fest, dass Betreuungsangebote für Eltern mit unregelmässigen Arbeitszeiten noch nicht gut aufgestellt seien. Catherine Alioth (LDP) sagte hingegen, dass nicht jede gute Idee von Privaten auf Dauer zu einer staatlichen Aufgabe werden solle.
Das von einem gemeinnützigen Verein getragene Kindernäscht in der Basler Innenstadt kann zurzeit dank einer Spendenaktion seinen Betrieb für ein Jahr weiterführen. Ohne diese Hilfe hätte es Ende 2025 schliessen müssen. Grund dafür ist, dass der Kanton seinen bis letztes Jahr ausgerichteten Beitrag einstellte.
Die Beteiligung der öffentlichen Hand könne nicht weitergeführt werden, da sich der «Bezug zur Wirtschafts- und Standortpolitik im engeren Sinn» nicht mehr begründen liesse, teilte die Regierung im September in einer Interpellationsantwort mit. Im Gegensatz zu Kitas erfülle das Kindernäscht zudem nicht die Voraussetzungen des Tagesbetreuungsgesetzes.





