Grünes Licht für die Aufwertung der Rosentalanlage in Basel

Die Rosentalanlage in Basel soll mobile Spielelemente erhalten und über einen Wettbewerb neu gestaltet werden. Der Grosse Rat hat am Mittwoch dafür rund 1,6 Millionen Franken gesprochen.

Es handelte sich um zwei Ausgabenbewilligungen: Mit 69 zu 18 Stimmen bei 1 Enthaltung genehmigte das Parlament 850'000 Franken für die Durchführung eines Architekturwettbewerbs für die Rosentalanlage. Dabei soll der Platz weiterhin als Veranstaltungsort für die Herbstmesse und Zirkusse dienen, jedoch einen Baumhain, mehr Grünraum und entsiegelte Flächen bekommen.
Der Grosse Rat bewilligte zudem 725'000 Franken für mobile Spiel- und Sportelemente und zusätzliche Begrünung auf der Anlage. Wenn gerade kein Zirkus und keine Herbstmesse dort gastiert, sollen solche Elemente den leeren Kiesplatz beleben. Bei Grossanlässen können diese auf den Messeplatz oder den Landhof verschoben werden.
Bau- und Verkehrsdirektorin Esther Keller (GLP) sagte, dass es im Rosentalquartier an Grünflächen fehle. Daher seien solche attraktiven öffentliche Räume wichtig. SP, Grüne und Basta folgten den Ratschlägen der Regierung.
Die SVP forderte die Rückweisung beider Ratschläge, was das Parlament ablehnte. Fraktionssprecherin Laetitia Block kritisierte, dass die im Gesamtkonzept aufgeführten sogenannten «Pocket Parks», etwa an der Bleichestrasse, weitere Parkplätze vernichteten.
Diese kleinen Grünflächen auf Strassen sorgten im Parlament für Verwirrung. Wie Keller schliesslich festhielt, sind die «Pocket Parks» nicht Teil der Ausgabenbewilligung. Die Regierung habe mit dieser Idee ein Gesamtkonzept für künftige Entwicklungen im Quartier aufzeigen wollen.
Die LDP- und FDP-Fraktion befürworteten die mobilen Elemente, lehnten aber den Architekturwettbewerb ab. Daniel Seiler (FDP) stellte dessen Notwendigkeit in Frage. Mit den Vorgaben für mehr Grün auf der Rosentalanlage sei schon «alles geklärt». Daher solle doch der Kanton direkt eine Ausschreibung machen anstatt den Prozess um weitere Jahre weiterzuziehen. Stefan Wittlin (SP) sprach sich hingegen für einen Wettbewerb als «Qualitätssicherungselement» aus.





