Neues Naturhistorisches Museum Basel bekommt Erdbeben-Simulator

Im neuen Naturhistorischen Museum Basel wird ein Erdbeben-Simulator stehen. Der Grosse Rat hat dafür am Mittwoch 5,8 Millionen Franken bewilligt.

Die Ausgabe war in sämtlichen Fraktionen unbestritten – der Entscheid fiel mit 87 zu 1 Stimmen.
Rund 5,6 Millionen Franken sind für die Anschaffung des Simulator in einer Dauerausstellung bestimmt, weitere 240'000 für den Betrieb und Unterhalt. Basler Schulen können den Simulator kostenlos besuchen. Damit könne in der Bevölkerung das Bewusstsein für das Thema Erdbeben gestärkt werden, sagte Regierungsrätin Stephanie Eymann (LDP). Der Museumsneubau biete dafür eine «einmalige Gelegenheit».
Der regierungsrätliche Ratschlag geht auf einen Anzug von Jo Vergeat (Grüne) zurück. Dieser forderte nicht explizit einen Simulator, jedoch mehr Aufklärungsarbeit über das Verhalten bei einem Erdbeben. Vergeat begrüsste das Vorhaben im Museum und wünschte, dass die Sensibilisierung der Bevölkerung über diesen Simulator hinausgehe.
Das geplante Gerät simuliert Erschütterungen von bekannten Erdbeben. Ergänzt mit Projektionen und Hintergrundgeräuschen soll es die Beben für Besucherinnen und Besucher immersiv erlebbar machen, wie es im Ratschlag heisst.
Basel gehört zu den Gebieten der Schweiz mit erhöhter Erdbebengefährdung. Ohne geeignete Prävention würde ein Ereignis wie das Basler Erdbeben im Jahr 1356 verheerende Folgen haben, wie die Regierung weiter schreibt.
Neuste Zahlen aus dem kantonalen Erdbebenrisikomodell zeigen, dass bei einer Wiederholung einer solchen Katastrophe mit einer Magnitude von 6.6 allein im Kanton Basel-Stadt mit 1700 Todesopfern, 13'000 Verletzten und 90'000 Schutzsuchenden zu rechnen wäre. Mehr als 70 Prozent der Gebäude würden voraussichtlich mittlere bis schwere Schäden erleiden.




