Notfallbetrieb am Gesundheitszentrum Laufen BL neu nur bis 22 Uhr

Der Notfall des Gesundheitszentrums Laufen soll ab Juli von 08.00 bis 22.00 Uhr und nicht mehr rund um die Uhr in Betrieb sein. Die 24/7-Öffnungszeiten haben sich gemäss einer Untersuchung nachtsüber nicht bewährt, wie die Baselbieter Regierung am Montag mitteilte.

Sie unterbreitet dem Landrat eine Vorlage mit den angepassten Öffnungszeiten und einer Ausgabenbewilligung von 2,1 Millionen Franken. Dieser Betrag soll die nicht kostendeckenden Leistungen des Gesundheitszentrums vom 1. Juli 2026 bis 31. Dezember 2029 sicherstellen.
Der jetzige sogenannte Notfall-Walk-In ist jeden Tag rund um die Uhr und ohne Terminvereinbarung offen. Er beschränkt sich auf nicht lebensbedrohliche Verletzungen und Erkrankungen. Bei grösserem Diagnose- und Behandlungsbedarf oder der Notwendigkeit einer Verlegung in ein Spital.
Letztes Jahr behandelte dieser Notfall-Walk-In insgesamt 6280 Patientinnen und Patienten, wie es in der Landratsvorlage heisst. Das ist eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 24 Prozent. Die Auslastung variiert jedoch stark nach Tageszeit: Während dieses Angebot zwischen 08.00 und 18.00 Uhr gefragt ist, bleibt es in den nächtlichen Stunden sehr gering.
Im Durchschnitt wurden letztes Jahr zwischen 22.00 und 08.00 Uhr nur 1 bis 2 Personen versorgt. Nur in rund einem Fall pro Woche war eine sofortige medizinische Behandlung erforderlich. Die Regierung kommt daher zum Schluss, dass in diesen Situationen der Rettungsdienst die schnellere und auch «medizinisch adäquatere Versorgungsform» ist.
Mit der Ausgabenbewilligung für die nächsten drei Jahre bekenne sich die Regierung zum Gesundheitszentrum Laufen, wie sie festhält. Dieses Angebot ist seit 2021 im Birs Center beim Bahnhof Laufen als Alternative zum geschlossenen Spital in Betrieb. Das Kantonsspital Baselland (KSBL) betreibt das Gesundheitszentrum.






