Steinkauz-Schutzprogramm im Dreiland erhält den Walder-Preis 2026

Das trinationale Programm zur Rettung des Steinkauzes bekommt den diesjährigen Walder-Preis. Die Hermann und Elisabeth Walder-Bachmann Stiftung (WBS) in Basel zeichnet drei Vogelschutzverbände in der Schweiz, Südbaden und Elsass aus.

Zum 25-Jahre-Jubiläum wird der Betrag einmalig auf 100'000 Franken verdoppelt, wie die Stiftung am Mittwoch mitteilte. Der Preis geht an Bird Life Schweiz, die LPO («Ligue pour la Protection des Oiseaux») Alsace und den Naturschutzbund Südbaden (NABU).
Bis zur Jahrtausendwende hatten im Dreiland nur wenige Steinkäuze überlebt. Mit ihrem Engagement hätten die Naturschutzverbände Zusammenarbeit mit Behörden, Landwirtschaft und Freiwilligen die Lebensräume der kleinen Eulen aufgewertet, schreibt die Stiftung.
Sie installierten mehr als Tausend mardersichere Niströhren, pflanzten rund 5000 Hochstamm-Obstbäume und legten über drei Kilometer Hecken und 200 Hektaren Extensivflächen an. Diese Bemühungen waren erfolgreich: Nach mehr als vierzig Jahren Abwesenheit brütete der Steinkauz 2023 erstmals wieder in der Nordwestschweiz. Inzwischen sind es mehrere Brutpaare, wie es im Communiqué heisst.
Die aufgewerteten Obstgärten und Wiesen kamen auch anderen Vogelarten wie Wiedehopf, Neuntöter, Gartenrotschwanz, Wendehals und Zaunammer zugute. Über den Artenschutz hinaus habe das Projekt somit zur ökologischen Aufwertung der Kulturlandschaft beigetragen, so die Stiftung. Sie wolle mit dem Preis auch die" aussergewöhnliche grenzüberschreitende Zusammenarbeit" von über 150 Ehrenamtlichen würdigen, heisst es weiter.



