FC Basel – Slavisa Jokanovic: «Ich habe eine Meisterprämie»

Der neue Trainer ist da! Vor seinem ersten Training mit dem FC Basel hat sich Slavisa Jokanovic heute vorgestellt – und einiges verraten.

Das Wichtigste in Kürze
- Slavisa Jokanovic hat beim FC Basel für ein Jahr als Trainer unterschrieben.
- Diese Vertragslänge sei sein Vorschlag gewesen – er wolle sich zuerst beweisen.
- Der Serbe erklärt aber, dass er eine Meisterprämie im Vertrag habe.
Unter Slavisa Jokanovic soll es beim FC Basel wieder aufwärts gehen. Der 58-jährige Serbe folgt am Rheinknie auf Stephan Lichtsteiner. Bevor er am Dienstag erstmals mit seinem neuen Team trainiert, stellt sich Jokanovic im Joggeli den Medien.
«Ich freue mich sehr auf die Aufgabe beim FC Basel», so der neue Coach zu Beginn. «Ich habe eine grosse Aufgabe, bin gekommen um dem Team zu helfen und hoffe, ich kann dem Club helfen.»
Natürlich wird der neue Trainer früh auf Captain Xherdan Shaqiri angesprochen. Jokanovic erklärt: «Ich habe mir Spiele angeschaut. Shaqiri ist eine unglaubliche Person. Ich respektiere ihn und hoffe auf eine gute Verbindung zwischen uns. Momentan ist es mehr sein Klub als meiner. Er soll sich selbst pushen, dass er ein wichtiger Spieler bleibt.»

Das Ziel des neuen Trainers auf dem Platz: «Wir müssen clever sein!» Man erziele zwar viele Tore, aber: «Wir müssen in der Defensive stabiler werden. Das ist unsere erste Aufgabe und darauf werde ich achten. Ich habe einen klaren Plan, was wir mit und ohne Ball machen wollen.» Jokanovics Grundsätze: Mehr Aggressivität und das Herz für den Club auf dem Platz lassen.
Jokanovic: «Bin nicht hier, um über Politik zu sprechen»
Der Serbe war unter anderem Trainer in Russland – und wird daher auch auf seine politische Haltung angesprochen. Schliesslich fiel sein Engagement bei Dinamo Moskau in den Krieg zwischen Russland und der Ukraine.
«Ich bin nicht der politische Typ, ich bin Fussballtrainer», sagt Jokanovic klar. «Ich bin hier, um zu helfen und hoffe auf Erfolg. Bei Dinamo war ich nicht involviert. Ich war auch Trainer in Israel oder in Dubai. Ich möchte nicht über Politik sprechen, deswegen bin ich nicht hierher gekommen.»

Andreas Herrmann, Technischer Direktor beim FC Basel, sagt dazu: «Ja, es war ein Thema, wie das aufgenommen werden könnte. Slavisa lebt aber einige Jahre in Spanien und ist mittlerweile auch spanischer Staatsbürger.»
Darum nur ein Jahr Vertrag beim FC Basel
Zur Trainersuche sagt Herrmann: «Wir haben in der Analyse festgestellt, was wir für einen Trainer brauchen. Für uns war sehr wichtig, dass er nicht nur Pokale und Aufstiege feierte, sondern auch schwierige Zeiten erlebt hat.»

Das Arbeitspapier von Slavisa Jokanovic läuft nur bis zum kommenden Sommer. Der neue Trainer erklärt: «Der FC Basel hat mir einen längeren Vertag angeboten. Aber ich wollte zuerst alles kennenlernen. Wenn alles klappt und alle glücklich sind, will ich länger bleiben.»

Sollte es ihm gelingen, sich zu beweisen und die Fans zu überzeugen, wolle er lange in Basel bleiben. «Gebt mir und auch dem Club Zeit – dann schauen wir weiter», fordert der Serbe.
Meisterprämie? Ja!
Über andere Details seines Vertrags will sich Jokanovic nicht äussern: «Wir sind hier in der Schweiz und sprechen nicht über Beträge», schmunzelt der Serbe. Und verrät: «Ja, ich habe einen Meisterbonus!»
Andreas Herrmann erklärt, warum es keine Rolle spielt, dass Jokanovic die Super League nicht kennt. Schliesslich ist die Schweiz bereits das zehnte Land, in dem der Serbe arbeiten wird.
«Slavisa ist sehr anpassungsfähig», so Herrmann. «Dass er keine Erfahrung in der Super League hat, spielt für uns keine grosse Rolle. Wir haben ihn über die Verantwortung beim Club und Rivalitäten aufgeklärt. Slavisa erhält bei uns volle Unterstützung.»












