Baselbiet: Deshalb gibt's an Fasnacht Ärger wegen den Wagen-Cliquen!

Die Sicherheitsauflagen werden strenger. Dies bekommen auch Baselbieter Fasnachts-Cliquen zu spüren. Für sie entstehen zusätzlicher Aufwand und Kosten.

Das Wichtigste in Kürze
- Jeder Wagen muss an der Fasnacht im Baselbiet seine Betriebssicherheit nachweisen können.
- Dafür sind die Auflagen in diesem Jahr gestiegen.
- Für die betroffenen Cliquen entstehen so zusätzliche Kosten.
Jeder Wagen, der im Kanton Baselland an der Fasnacht teilnimmt, benötigt einen Nachweis für die Betriebssicherheit. In diesem Jahr haben sich die Auflagen verschärft.
Als Resultat kommt es im Vorfeld der diesjährigen Ausgabe zu deutlich mehr Überprüfungen. Landmaschinenmechaniker Lukas Doppler, der die Kontrollen durchführt, erklärt gegenüber «Baseljetzt», dass dieses Jahr besonders herausfordernd sei.
Weit über 100 Wagen müsse er prüfen, sagt er. Einige würden Mängel aufweisen: «Bei gewissen sind die Pneus rissig und die Bremsen funktionieren nicht.»
Er berichtet von Wagen, die teilweise schon bis zu zwei Jahrzehnte nicht mehr kontrolliert wurden. Entsprechend sei es manchmal schwierig, Verständnis bei den Fasnächtlern für diese Prüfungen zu erlangen.
Die neuen Regeln sorgen für zusätzliche Einschränkungen und Kosten. So muss gemäss «Baseljetzt» eine Clique aus Bennwil auf einen zweistöckigen Wagen verzichten. Zwar begrüsse man die kantonal einheitlichen Massnahmen, halte einige aber auch für «ein wenig übertrieben».
Mischa Tschopp von der Morgentaler-Clique sagt: «Es ist ein finanzieller Einschnitt.» Materialien hätten angeschafft und viel Geld in die Sicherheit investiert werden müssen.
«Wir wollen fürs Volk etwas Gutes machen, und tragen aber die finanziellen Kosten», kritisiert die Bennwiler Wagen-Clique dazu.








