Esther Keller: Tempo 30 entspricht Wunsch der Bevölkerung

Viele unterstützen Tempo 30 in den Städten. Basels Verkehrsdirektorin Esther Keller hat eine klare Haltung.

Das Wichtigste in Kürze
- Eine Umfrage zeigt: Bis zu 50 Prozent der Städter unterstützt 30er Zonen in ihrer Strasse.
- Die Ergebnisse variieren allerdings von Stadt zu Stadt.
- Basels Verkehrsdirektorin Esther Keller sieht die Verkehrspolitik bestätigt.
Eine neue Umfrage des Städteverbands zeigt: Bis zu 50 Prozent der Befragten wünschen sich Tempo 30 auf Hauptstrassen.
Besonders Anwohner von Tempo-50-Strassen empfinden die aktuelle Geschwindigkeit oft als zu hoch. Vor allem in den Städten Basel und Bern teilen 45 Prozent der Befragten diese Ansicht.
«Wir sehen uns in der aktuellen Verkehrspolitik bestätigt», sagt Esther Keller (GLP), Basler Bau- und Verkehrsdirektorin zu «SRF».
Die Umfrage zeigt, dass Menschen, die an bereits verkehrsberuhigten Strassen wohnen, hohe Zufriedenheit mit Tempo 30 oder 20 äussern.
Laut der Studie empfinden rund 80 Prozent der Betroffenen diese Geschwindigkeiten als «gerade richtig».

Die Städte sollten frei entscheiden können, wo Tempo 30 sinnvoll ist, betont Keller. Das entspreche dem Wunsch der Bevölkerung.
Sie kritisiert nationale Versuche, die Autonomie der Städte einzuschränken.
Übrigens: Der Zürcher Kantonsrat sprach sich kürzlich gegen generelle Temporeduktionen auf Hauptverkehrsstrassen aus. Nur in Ausnahmefällen soll Tempo 30 künftig erlaubt sein.