Ex-Polizist wegen Parkuhren-Plünderung vor Baselbieter Strafgericht

Ein ehemaliger Polizist muss sich heute wegen jahrelanger Plünderung von Parkuhren vor dem Strafgericht Basel-Landschaft verantworten.

Das Wichtigste in Kürze
- Einem ehemaligen Polizist wird vorgeworfen, jahrelang Parkuhren geplündert zu haben.
- Er soll 500'000 Franken eingesteckt und so seine Casinobesuche finanziert haben.
- Heute muss er sich vor dem Strafgericht Basel-Landschaft verantworten.
Ein ehemaliger Polizist muss sich am Mittwoch wegen jahrelanger Plünderung von Parkuhren vor dem Strafgericht Basel-Landschaft verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft im vor, während etwa 18 Jahren in Laufen insgesamt rund 500'000 Franken entwendet zu haben.
Das Geld soll er unter anderem für seine Casino-Besuche in Basel und im Jura verwendet haben. Das heisst es in der Anklageschrift. Der heute 67-Jährige arbeitete während 22 Jahren als Stadtpolizist in Laufen. Dort war er unter anderem mit der Aufgabe betraut, Münzbehälter der Parkuhren zu leeren.
Wann er damit begonnen haben soll, das Bargeld selbst einzustecken, ist nicht ganz klar. Möglicherweise begann er im Jahr 2003 oder 2005. Erst bezahlte er gemäss Anklageschrift nur einen kleinen Teil davon auf das Konto der Stadt Laufen ein. Ab 2013 mit einer Ausnahme dann gar nichts mehr, wie weiter aus de Anklageschrift hervorgeht.
Die Staatsanwaltschaft rechnet damit, dass der Beschuldigte zwischen 2010 und 2021 insgesamt bis zu 487'000 Franken abgezweigt hat. Die Stadt Laufen macht einen Schaden von fast 539'000 Franken geltend und stellt eine entsprechende Entschädigungsforderung.
Der ehemalige Stadtpolizist ist wegen mehrfacher qualifizierter Veruntreuung und eventuell gewerbsmässigen Diebstahls angeklagt. Der Prozess ist auf einen Tag angelegt. Es gilt die Unschuldsvermutung.









