Basler Flüsterer «BSssst!»: Waffenladen pleite – «Wühlkistenwochen»

Schluss mit Schuss: Ein Basler Waffengeschäft begeht sein Ende mit «Wühlkistenwochen».

Das Wichtigste in Kürze
- Der Basler Flüsterer «BSssst!» liefert Gesprächsstoff vom Rheinknie.
- Ob kultige Auftritte von Basler Köpfen, Personalien aus der Szene oder Anekdoten.
- Hast du was gehört oder gesehen? Schreib uns: [email protected].
Ab sofort gibt es jetzt auf Nau.ch den Basler Flüsterer «BSssst!». Ganz nach dem Vorbild der kultigen «Flüstertüte» aus Bern. Kompakt, pointiert und mit Augenzwinkern. Den Blick hinter die Kulissen der Politik, des gesellschaftlichen Lebens und der Basler Szene gibt es jetzt hier.
Wühltisch macht Sch(l)uss
Vor ein paar Tagen schlenderte der Flüsterer durch die Basler Innenstadt. An der Schneidergasse sah er am Schaufenster von «Beierer Waffen» die Aufschrift «Wühlkistenwochen» (siehe Bild).

Sehr gewöhnungsbedürftig bei einem Waffengeschäft, dachte sich der Flüsterer. Kann man da gemütlich in Pistolen und Harpunen wühlen und dann erst noch 100 Franken sparen?
Jetzt liest der Flüsterer in der «BaZ» den wahren Grund für die Aktionstage: Ein Zivilgericht hat über «Beierer Waffen» den Konkurs verhängt. Nicht einmal die Prepper-Szene, die sich aufgrund von Verschwörungstheorien mit Waffen eindeckt, habe den Laden retten können. (13.02.)
*
SVP-Witze: Da prustet SP-Nussbaumer los
«Alle Vorstellungen ausverkauft», meldet das Basler Marionetten-Theater jedes Jahr um diese Zeit. Logisch, bei diesem traditionellen, fasnächtlichen Mix von Polit-Puppentheater und Schnitzelbänken.

Der «Källerstraich 2026» war sogar innert 14 Minuten ausverkauft. Bei der Premiere war als bekanntester Promi Komikerlegende Emil Steinberger (93), der in Basel wohnt, dabei. Der Auffälligste im Publikum war aber der Baselbieter SP-Nationalrat Eric Nussbaumer (65).

Er prustete vor allem dann los, wenn sich die Schnitzelbänkler über die SVP oder über US-Präsident Donald Trump lustig machten. (09.02.)
*
Basler Flüsterer: Etwas gesehen oder gehört?
Du hast etwas gesehen oder gehört, von dem der Basler Flüsterer wissen sollte? Schreib uns ein Mail an: [email protected]
Basler kämpfen für Kirchenorgel
Der Verein Kulturkirche Paulus übernahm das bedeutende Baudenkmal 2021 von der evangelisch-reformierten Kirche. Heute wird der grosse Raum unter anderem als Chorzentrum und Eventlokal genutzt. Sogar die damalige Bundespräsidentin Viola Amherd unterstützte die Umnutzung.

Auch wenn die Gottesdienste verschwunden sind, will der Verein jetzt die Kirchenorgel vor dem Zerfall retten. Für die Generalüberholung werden 480‘000 Franken benötigt. «Es soll ein Instrument erstellt werden, wie es unter idealen Voraussetzungen anno 1901 in der Pauluskirche hätte stehen können», heisst es im Flyer. Also im Erbauungsjahr der Kirche. Ein hehres Ziel, findet der Flüsterer. Ob wohl Frau Amherd etwas von ihrem Ruhegehalt rüberwachsen lässt? (05.02.)
Beliebtes Möbelgeschäft schliesst
Das traditionelle Basler Möbelgeschäft «Grimsel» an der St.Johann-Vorstadt 38 schliesst. Das Abschiedsfest steigt am 27. März. Dies geht aus dem Newsletter der Grimsel GmbH hervor.

Dort heisst es: «Ab April 2026 werden wir Grimsel neu ausrichten, Ideen und Projekte in neuer Form verfolgen. Wir legen unseren Fokus auf die Innenarchitektur, auf Einrichtungsprojekte und Farbkonzepte, auf unsere wachsende Serie Grimsel und auf das leidenschaftliche Aufspüren von besonderen Einzelstücken.» Den Ort werde man verlassen, um sich «zukünftig flexibler und leichtfüssiger zwischen diesen Themen bewegen zu können».
Bei aller Leichtfüssigkeit findet der Flüsterer: Schade, denn damit geht ein Treffpunkt für die Freundinnen und Freunde edler Möbelkunst verloren. (04.02.)
*
FCB-Raclette ist jetzt verbilligt
Die Märkte reagieren schnell auf die Baisse des FC Basel. In einer Migros-Filiale gibt's das FCB-Raclette jetzt als Aktion zu 25 Prozent verbilligt.

Das entsprechende Bild wurde dem Flüsterer zugetragen. Könnte ja auch sein, dass die Konkurrenz durch das Alex-Frei-Fondue schlicht zu gross wurde. (02.02.)
*
Strick-Trend jetzt in Basler Kino angekommen
Stricken ist derzeit voll im Trend – das ist bekannt. In Basel wird jetzt sogar im Kino gestrickt. Letzten Freitag war es wieder mal soweit: 40 Frauen strickten im «Stadtkino» drauflos. Und schauten dazu einen norwegischen Film, der sich… ums Stricken dreht. Zweideutiges Motto des Abends: «Eifach gstriggt».

Das Licht im Kinosaal war übrigens so eingestellt, dass beides gleichzeitig möglich war: Stricken und Filmgucken. Männer waren keine dabei. Die sind ja nicht so multitasking veranlagt, denkt der Flüsterer. (31.01.)
*
Matter gegen Matter
Derzeit ist der Kino-Dokfilm «Elephants & Squirrels» in aller Munde. An den Solothurner Filmtagen wurde er mit grossem Erfolg gezeigt, und in Leipzig gewann er die Silberne Taube.
Thema ist die Restitution sri-lankischer Kulturgüter und menschlicher Überreste aus einem Basler Museum und die damit verbundenen Schwierigkeiten. Produzent des Films ist der Basler Frank Matter (62), mehrfach preisgekrönter Regisseur anderer Kinofilme.
Der Flüsterer weiss: Frank ist der Bruder des Zürcher SVP-Nationalrats Thomas Matter (59). Und die beiden haben das Heu definitiv nicht auf der gleichen Polit-Bühne. Bei der SRG-Halbierungsinitiative stehen sie sich diametral gegenüber.
Die Schweizer Filmbranche ist nämlich sehr stark von der SRG abhängig. Der SVP hingegen ist das öffentlich-rechtliche Medienhaus ein Dorn im Auge. (29.01.)
*
Nicht-Vegane essen Veganes
Von Bern nach Basel: Die vegane Bäckerei «BakeryBakery» wurde innert Kürze zum sicheren Wert auf der Passerelle des Bahnhofs Basel SBB. Aber: Viele wissen gar nicht, dass Capucchino, Schoggi-Gipfeli und andere Köstlichkeiten hundertprozentig vegan sind. Zumal das Wort «vegan» aus dem Logo entfernt wurde.

Der Flüsterer weiss: Die allermeisten Kundinnen und Kunden der «BakeryBakery»-Filialen leben überhaupt nicht vegan. Das hat er in einem Nau.ch-Interview mit Co-Founder Kevin Schmid (33) gelesen. Entscheidend sei, so Schmid, «dass die Leute wegen der Produktqualität und des Ambientes zu uns kommen». (28.01.)
*
Regierungsrätin Soland (SP): Nicht ohne meinen Hund!
Die Basler Regierungsrätin Tanja Soland (SP) hat die Finanzdirektion voll im Griff. Sie wird dabei von ihrer Hündin assistiert, die sie ins Büro mitnimmt. Der Transfer von der Kleinbasler Wohnung ins Büro erfolgt stilvoll im Cargobike.
Der Flüsterer hat gehört: Die einen finden's einfach nur herzig. Die andern möchten ihren Hund am liebsten auch grad ins Büro mitnehmen.

Übrigens: Solands treue Begleiterin ist eine windhund-ähnliche Podenco-Mischung und hört auf den Namen Canela. Das verrät sie auf ihrer Website. (26.01.)
*
Der «Wilde Maa» ist jetzt ein Koreaner
Der Wilde Mann, die historische Kleinbasler Gestalt, ziert unsere Flüsterer-Rubrik. Aber Achtung: Das gleichnamige Restaurant «Zum Wilde Maa» an der Hammerstrasse gibt es seit einigen Monaten nicht mehr. Dort ist jetzt das «Kimchi» mit koreanischer Küche und fermentiertem Kohl.
Der Flüsterer hat das «Kimchi» neulich mit drei Testessern quer durch die Karte ausprobiert. Fazit: Das Angebot ist äusserst lecker.
Und Wirt Dominik Bissegger, vormals «KaBar» an der Kasernenwiese, ist ein angenehmer Gastgeber. Beim Interieur könnte man aber noch zulegen. Auch bei der handgeschriebenen Rechnung (siehe Bild). Zumal die Preise etwas hoch sind. (24.01.)

*
Mit Fabian Frei auf dem Barfi
Die Basler Museumsnacht am Freitag war einmal mehr ein grosser Publikumserfolg – mit einer Rekordzahl von rund 41'000 Teilnehmenden, die Hälfte davon Jugendliche.
Dieses Jahr war das Lokal der FCB-Fans nicht mehr dabei. Hingegen war Klublegende Fabian Frei mit von der Partie. Zusammen mit SRF-Mann Jeff Baltermia präsentierte der ehemalige Captain den Meisterbalkon auf dem Barfi.

Die Geschichten rund um Meisterfeiern seien auf grossen Anklang gestossen, vernahm der Flüsterer. (23.01.)










