Mehr Anzeigen wegen Sexualdelikten und Gewalt in Basel

Die polizeilich registrierten Straftaten sind 2025 im Kanton Basel-Stadt insgesamt zurückgegangen. Einen Anstieg gab es bei den Anzeigen wegen Sexual- und Gewaltdelikten, wie die am Dienstag vorgestellte Kriminalstatistik zeigt.

Gewaltdelikte haben um 6 Prozent zugenommen. «Die Gewaltbereitschaft bleibt hoch, trotz der Präventionsarbeit, die wir betrieben haben», sagte Milena Jossen, Leiterin Kriminalpolizei, vor den Medien.
Bei den Sexualdelikten gibt es eine markante Anzeigenzunahme um 24 Prozent. Auffällig ist die Zahl der Vergewaltigungen. Hier müsse noch die Auswirkung der Revision des Sexualstrafrechts angeschaut werden, sagte Jossen.
Sie sehe Tendenzen: Manche Anzeigen wegen Vergewaltigung seien vorher mehr als sexuelle Nötigung eingegangen.
Insgesamt gab es letztes Jahr 25'388 Verfahren, 11 Prozent weniger als im Vorjahr. Dies bedeute jedoch keine geringere Arbeitsbelastung, sagte der Erste Staatsanwalt Sasha Stauffer. Es wurden weniger Strafbefehle erlassen, dafür stieg die Zahl der komplexeren Fälle.




