Morgestraich eröffnet Basler Fasnacht: Hier sind die Bilder

Mit dem Morgestraich hat in Basel am Montag punkt 4 Uhr die Fasnacht begonnen. Tausende Fasnächtler zogen durch die Innenstadt. Nau.ch liefert die Impressionen.
00:00 / 00:00
Das Wichtigste in Kürze
- Punkt 4 Uhr gingen alle Lichter aus, Laternen übernahmen die Stadt.
- Mit dem Morgestraich starten Basels «drey scheenschte Dääg».
- Die Fasnacht dauert traditionsgemäss exakt 72 Stunden bis Donnerstag.
Der Morgestraich hat heute früh um Punkt 4.00 Uhr die diesjährige Basler Fasnacht eröffnet. Damit haben in der Stadt am Rhein traditionell die «drey scheenschte Dääg» begonnen.
Und zwar exakt in dem Moment, wenn in der Innenstadt sämtliche Lichter gelöscht werden und die Cliquen mit ihren Laternen und Instrumenten losmarschieren.
Der Auftakt findet jeweils am Montag nach Aschermittwoch statt: Mit dem ersten Schlag um vier Uhr versinkt die Altstadt im Dunkeln, einzig die handbemalten Laternen der Fasnachtsgruppen beleuchten die Gassen.
Begleitet von Piccolos und Trommeln ziehen zahlreiche Maskierte durch die Strassen und spielen den traditionellen «Morgestraich»-Marsch, der nur zu diesem Anlass erklingt.
Mildes Wetter lockt viele an Morgestraich
Das Wetter war verhältnismässig mild und es strömten tausende Menschen in die Stadt, um das Spektakel mitzuerleben.
Auf den ersten Blick setzten sich viele Sujets mit Themen auseinander, die das vergangene Jahr prägten und wohl auch dieses Jahr dominant sein werden, so etwa mit US-Präsident Donald Trump und seinen Zöllen.
Trump war auf vielen Laternen zu sehen, oft in wenig schmeichelhafter Form karikiert. Einmal war er als Metzger dargestellt, der sich durch die Flagge der USA schneidet, eine Laterne zeigte ihn mit Schweinenase und ein Zoll-Schild haltend.
Allgemein zeigten die Cliquen nicht nur ein düsteres Bild der USA, sondern auch der gesamten Welt. Sie widmeten ihre Laternen nicht nur dem US-Präsidenten, sondern auch anderen Figuren aus der Weltpolitik.

So waren auch mehr oder weniger deutliche Anspielungen auf den Ukraine-Krieg und andere Konflikte auf der Welt zu sehen, etwa jenen in Nahost.
Klassische Basler Themen waren ebenfalls zu finden, wie etwa der Verkehr, Baustellen und Parkplätze – dieses Jahr figurierte auch der Superblock-Test.
Ebenfalls wenig schmeichelhaft wurde dabei Bau- und Verkehrsdirektorin Esther Keller (GLP) dargestellt, aber auch der Basler Regierungspräsident Conradin Cramer (LDP) und Aussenminister Ignazio Cassis wurden karikiert.
00:00 / 00:00
Der Morgestraich verlief ohne besondere Vorkommnisse, wie die Kantonspolizei Basel-Stadt mitteilte. Die Sanität Basel verzeichnete im Zusammenhang mit dem Morgestraich sechs Einsätze. Wenn nötig, wurde sie von der Kantonspolizei Basel-Stadt unterstützt, um die Zufahrt durch die Menschenmengen sicherzustellen.
In den Stunden vor dem Morgestraich stellte die Kantonspolizei Basel-Stadt 109 Zweiräder sicher. Bereits in der Vorwoche wurden beim Abbau der Veloständer 181 Zweiräder entfernt. Die betroffenen Zweiräder können bei der Zweiradsammelstelle im Zeughaus abgeholt werden.
Basler Fasnacht ist seit 2017 ein Unesco-Kulturerbe
Die Basler Fasnacht dauert insgesamt 72 Stunden und endet erst am Donnerstagmorgen wieder um vier Uhr mit dem «Ändstraich».
Sie gilt als grösste Fasnacht der Schweiz und gehört seit 2017 zum immateriellen Unesco-Kulturerbe.
Historisch hängt der Termin – wie viele Fasnachtstermine – mit der beweglichen Osterzeit zusammen, deren Berechnung bis ins Mittelalter zurückreicht.
Kurz gesagt: Mit dem Morgestraich ist Basel heute wieder in seinen Ausnahmezustand gestartet – drei Tage, in denen sich die Stadt ganz der Fasnacht, der Satire und einer jahrhundertealten Tradition verschreibt.

















