Tuberkulose an Bottminger Schule: Steckte der Lehrer die Kinder an?

Tuberkulose-Fall an Primarschule in Bottmingen BL: Über 100 Kinder werden vorsorglich untersucht.

Das Wichtigste in Kürze
- Eine Lehrperson an Schule in Bottmingen BL hat Tuberkulose: Über 100 Kinder müssen sich vorsorglich untersuchen lassen.
- Die Behörden informieren Eltern und beantworten Fragen über eine Hotline.
- Neue Impfstoffe könnten ab 2029 weltweit Millionen Menschenleben retten.
An der Primarschule Bottmingen BL ist bei einer Lehrperson Tuberkulose festgestellt worden. Das hat der Kanton Basel-Landschaft bekannt gegeben.
Die Lehrperson unterrichtete mehrere Klassen und hatte über längere Zeit Kontakt mit den Schülerinnen und Schülern.
Wegen des anhaltenden Kontakts zwischen der Lehrperson und den Kindern müssen nun über 100 Schülerinnen und Schüler vorsorglich untersucht werden. Die Kinder sind zwischen 8 und 12 Jahren alt.
Die Schulleitung informiert die Eltern
Die Eltern der betroffenen Kinder wurden am Mittwochnachmittag über den Fall informiert. Die Schulleitung handelte dabei in Zusammenarbeit mit der Lungenliga und dem Kantonsärztlichen Dienst. Für offene Fragen richteten die Behörden eine Hotline ein.
Falls ein Verdacht besteht, wird auch eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs angefertigt.

Nicht alle Kinder und Lehrpersonen der Schule müssen zur Untersuchung. Wer keinen engen und regelmässigen Kontakt mit der betroffenen Lehrperson hatte, muss nicht medizinisch abgeklärt werden.
Die betroffene Lehrperson befindet sich inzwischen in medizinischer Behandlung. Sie unterrichtet derzeit nicht mehr. Der Schulbetrieb läuft laut ganz normal weiter.
Tuberkulose befällt vor allem die Lunge
Tuberkulose, kurz TB, ist eine ansteckende Krankheit. Sie wird durch Bakterien verursacht und befällt meistens die Lunge. Die Übertragung erfolgt über die Luft, zum Beispiel beim Husten oder Niesen einer erkrankten Person.
Nicht jede Ansteckung führt jedoch zu einer Erkrankung: Laut der Lungenliga Schweiz bricht Tuberkulose nur bei etwa fünf bis zehn Prozent der infizierten Personen tatsächlich aus.
In der Schweiz erkranken jährlich rund 500 Personen an Tuberkulose. In den meisten Fällen ist die Krankheit gut behandelbar und heilbar.
Neuer «Blockbuster» Impfstoff
Die internationale Impfallianz Gavi teilte in einer kürzlich veröffentlichten Medienmitteilung mit: Es gibt bald neue Tuberkuloseimpfstoffe. Diese könnten bis 2050 «sieben Millionen Leben retten».

Die «nächste Generation» der Impfstoffe soll ab 2029 verfügbar sein.
Gavi CEO, Sania Nishtar, betont in der Mitteilung: «Neuartige Tuberkuloseimpfstoffe könnten das nächste Blockbuster-Impfinstrument sein.»






