Baselland Transport teilautomatisiert nun auch sein Tramnetz

Keystone-SDA
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Muttenz,

Das Verkehrsunternehmen Baselland Transport (BLT) rüstet sein Netz um auf den teilautomatisierten Betrieb. Nach der Waldenburgerbahn als erste offene Bahnstrecke der Schweiz mit diesem System kommen die Trams an die Reihe.

Grundsteinlegung
Hier sollen erstmals in der Schweiz die Trams teilautomatisiert fahren: BLT-CEO Frédéric Monard und Stadler-Divionsleiter Signalling Marc Trippel bei der Grundsteinlegung. - Handout BLT/Dominik Plüss

Die BLT-Führung legte am Donnerstag in Münchenstein BL den Grundstein für eine Teststrecke. Sie wird einen Streckenabschnitt der Tramlinie 11 mit dem sogenannten Communications Based Train Control System (CBTC) ausstatten, wie CEO Frédéric Monard vor den Medien sagte.

Dieses ermöglicht in einem ersten Schritt, dass die Trams automatisch fahren können, wobei der Fahrer oder die Fahrerin weiterhin entscheidet, den Start und Halt steuert sowie die Türen öffnet. Ab 2027 werden nächtliche Testfahrten starten. In einem nächsten Schritt sollen ab 2028 die Trams der Linie 11 automatisch im Fahrgastbetrieb fahren, wobei weiterhin ein Mensch den Fahrweg und den Fahrgastwechsel überwacht.

Die BLT nutzt ihre derzeit laufenden Sanierungen auf der Linie 11 dazu, das CBTC gleich dort auszuprobieren. «Wir wollen die Infrastruktur, die an ihr Lebensende gekommen ist, nicht nur ersetzen, sondern gleichzeitig die Voraussetzungen für die Mobilität von morgen schaffen», sagte Monard. Der Test findet auf dem Abschnitt zwischen den Haltestellen Freilager in Münchenstein BL und Landererstrasse in Reinach BL statt.

Auf dem Weg hin zu vollautomatisierten Fahrzeugen

Damit die Reisedauer der Trams genauestens mitverfolgt werden kann, werden passive Sensoren, sogenannte Radio Frequency Identification-Tags im Gleisbett installiert. Sie ermöglichen eine permanente Kommunikation mit dem Fahrzeug. Bei der Grundsteinlegung für das CBTC-Stammnetz montierte die BLT einen ersten solchen Sensor.

Die BLT nutzt dabei das CBTC-System Nova Pro des Herstellers Stadler. Mit der Umstellung der Trams auf CBTC würden künftig Stellwerke und Signalanlagen wegfallen, sagte David Frei, Leiter Vertrieb und Kundenservice bei Stadler. Durch die 4G/5G-Technologie braucht es im Führerstand keine Aussensignale mehr. Der Trambetrieb wird digitalisiert, was das Personal am Cockpit mitverfolgen kann.

Bei der Waldenburgerbahn arbeitet die BLT daran, das Depot zu automatisieren. Somit übernimmt die Technik Vorgänge wie Rangieren und Waschen. In einer unbestimmten Zukunft, nach 2030, sollen die Bahn und Trams auch vollautomatisch und ohne Personal an Bord zirkulieren können, wie Frei weiter sagte.

Kommentare

User #7869 (nicht angemeldet)

Klar, darum werde niemals Tramführer, keine Zukunft, sofort umschulen und künden.

User #3252 (nicht angemeldet)

Anstatt das ganze Geld in bessere Löhne besse Arbeitszeiten zu investieren werden Gelder investiert in Tests wo nicht mal das BAV noch das ok gegeben hat steht nichts im Artikel. Die Arme Mitarbeiter so zu erfahren das sie bald keinen Job mehr haben. Schade das nicht steht wer dann schuld ist bei einem Unfall weil wieviel mal sitzt man im Auto und da rennt einer noch vors Tram oder unten durch bei der Barrieren usw. Als Fahrgast kann ich mir nicht vorstellen das ein Computer das schafft und in der Stadt keine Chance. Hoffe BAV und Regierungen reden da noch mit weil ich nehme keine Bahn wo alleine fährt ohne Fahrer. Wenn die Bahn alleine Fährt und ein Fahrgast hat ein Notfall kommt da auch ein Computer und hilft. Oder wir oft kommt es zu schlägerei im Tram kommt da auch ein Computer und reglet das alles. Es isch schadr das der Mensch einfach so ersetzt wird und alle klatschen und freuen sich aber auch dir Büros Jobs werden durch KI ersetzt.

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