Stadt Basel

Südlandungen am Euroairport dürften zunehmen

Keystone-SDA Regional
Keystone-SDA Regional

Basel,

Die Anzahl Südlandungen am Euroairport dürften laut dem Direktor des Flughafens Basel-Mülhausen, Tobias Markert, langfristig zunehmen. Grund sind veränderte Windverhältnisse, wie er in einem Interview mit CH Media sagte.

«Wir verstehen, dass die hohe Zahl an Südlandungen für die betroffene Bevölkerung eine Belastung darstellt», sagte der Direktor des Flughafens Basel-Mühlhausen, Tobias Markert, zu C...
«Wir verstehen, dass die hohe Zahl an Südlandungen für die betroffene Bevölkerung eine Belastung darstellt», sagte der Direktor des Flughafens Basel-Mühlhausen, Tobias Markert, zu C... - KEYSTONE/STEVE LAST

«Traditionell dominieren in unserer Region Westwindlagen – das ändert sich», sagte der Direktor des Euroairports mit Verweis auf Messdaten des französischen Wetterdiensts Météo-France. Weil die Hauptpiste in Nord-Süd-Richtung liege, sei der Handlungsspielraum des Flughafens begrenzt, sagte Markert in dem am Montag online veröffentlichten Interview.

Bei starkem Wind aus Norden müssen die Flugzeuge laut ihm aus Sicherheitsgründen von Süden her landen. Im Juli habe der Wind besonders häufig aus Norden geweht. Deshalb sei die Anzahl Südlandungen im vergangenen Monat aussergewöhnlich hoch gewesen. Zudem sei der Wind oft stärker als gewöhnlich gewesen.

Für das Jahr 2026 liege der Anteil von Südanflügen bisher bei rund 20 Prozent, sagte der Flughafendirektor. Ein bilaterales Abkommen zwischen Frankreich und der Schweiz sieht eigentlich einen Zielwert von acht Prozent vor.

Dieser Wert sei den Fluglotsen im Tower bewusst, sagte Markert. Sie seien darum bemüht, den Anflug möglichst lange von Norden her aufrechtzuerhalten. Dies auch, weil Nordanflüge operativ günstiger seien. Ausserdem daure eine Umstellung der Flugrichtung rund eine halbe Stunde. «Das macht man nicht leichtfertig», sagte der Flughafendirektor.

Gemeinden im Süden sind unzufrieden

Die Baselbieter Gemeinde Allschwil schrieb in einer Medienmitteilung Mitte August von 43,7 Prozent Südanflügen im Juli. Dies markiere einen «besorgniserregenden Höchststand der Lärmbelastung in der Region». Allschwil fordere nun gemeinsam mit anderen betroffenen Gemeinden ein Einschreiten der Behörden und des Euroairport.

Ebenfalls an die Öffentlichkeit gegangen ist Binningen BL. Anfang August verschickte Gemeinderat Philippe Meerwein (SP), der auch für die Fluglärmthematik zuständig ist, eine Mitteilung an die Medien. Darin kritisierte er, dass die Südanflugquote zu hoch sei und das Nachtflugverbot nicht eingehalten werde.

Kommentare

User #3252 (nicht angemeldet)

Motzen aber dann selber im Flieger sitzen. Und nicht vergessen mit denn Flieger kommen auch die ganze Waren die man billig im Internet bestellt. Man muss Lösungen suchen z.b die Flugzeuge müssen leiser werden Techni muss sich ändern und Häuser müssen bessere Fenster haben und wenn man ein Haus oder Wohnung kauft muss man sich au klar sein über die Lage. Und bei dieser Flughafen ist immer das gleiche entweder haben die im Frankreich denn Lärm oder die hier in der Schweiz.

User #1918 (nicht angemeldet)

Die Linken und Grünen Ideologien haben wieder Hochkonjunktur... es stört sie nur dann wenn sie nicht selber im Flieger sitzen! Die Kohle von den Erträgen der Flugbewegungen nutzen sie gerne für den Luxussozialismus zu finanzieren!

Mehr aus Stadt Basel

Roche
Konsolidierung
5 Interaktionen
Wie geht's weiter?
RTV 1879 Basel
Handball
RTV 1879 Basel
Handball

Mehr aus Basel

bs flüsterer
85 Interaktionen
Trampläne