Muttenz: Späte Entscheidung – Muttenz gewinnt 3:1 gegen Buochs

Der SV Muttenz bezwang auf dem Margelacker in Muttenz den SC Buochs 3:1. Sebastijan Miljanovic sorgte in der 92. Minute für die endgültige Entscheidung.

RM. Weil Diego Poloni, im Abseits stehend, nicht zum Ball gehen konnte, sprintete Sebastijan Miljanovic in der 92. Minute seinem eigenen Steilpass hinterher, enteilte anschliessend der aufgeschlossenen Buochser Abwehr, düpierte auch noch Keeper Pedro Da Silva und schob das Leder in das verwaiste Gehäuse. Damit sorgte der Muttenzer Angreifer für die endgültige Entscheidung in einem bis in die Nachspielzeit verbissen geführten Abnützungskampf.
Die Nidwaldner reisten mit breiter Brust in die Nordwestschweiz, denn nach zwei Runden standen sie als einziges noch verlustpunktloses Team der Gruppe 2 da. Dementsprechend traten sie auf dem Margelacker von Beginn an äusserst selbstbewusst auf. Sie vertrauten auf ihre starke Abwehr, nutzten jedoch jede Gelegenheit, um zügig nach vorne zu kombinieren.
In der Offensive lebten sie vor allem von Nik Dubler, der praktisch bei allen gefährlichen Aktionen der Gäste seine Füsse im Spiel hatte. Aber die Hausherren standen ihrem starken Gegner in nichts nahe. Obwohl Trainer Peter Schädler wegen der erneuten Verletzung von Nicolas Bai und den Abwesenheiten von Steven Oberle sowie Ricardo Farinha seine Verteidigung abermals neuformieren musste, stand sie bestens.
In der ersten halben Stunde neutralisierten sich die beiden Mannschaften. Die Einheimischen waren zwar leicht überlegen, bissen sich aber vorne die Zähne an der hervorragenden gegnerischen Abwehrarbeit aus. Sie benötigten deshalb einen Eckball, um in Führung zu gehen.
Im Anschluss daran wurde der Versuch von Miljanovic noch geblockt, Kasim Kirilmaz setzte aber erfolgreich nach, bediente an der Strafraumgrenze Abiran Sambasivam, der mit seinem Direktschuss herrlich ins Netz traf. Beim vermeintlichen Ausgleich der Innerschweizer hatten die Rotschwarzen auch das nötige Glück, das man braucht, um eine so enge Partie zu gewinnen. Captain Arbenit Kameraj stand nämlich knapp im Offside, als er nach einem Corner den Lattenkopfball Valentino Bütlers über die Linie drückte.
Nach der Pause suchte das Heimteam entschlossen das 2:0. Nach einer Stunde dribbelte sich Kirilmaz in den Sechzehner und wurde von Bütler gefoult. Wie bereits eine Woche zuvor in Zürich verwandelte Nicola Suter den fälligen Elfmeter sicher. Danach zogen sich die Gastgeber etwas zurück und überliessen das Geschehen vermehrt dem SC Buochs.
Sie blieben allerdings mit ihren Gegenangriffen weiterhin sehr gefährlich. So auch bei einem schönen Sololauf von Sambasivam, der erst von Schlussmann Da Silva gestoppt wurde. In den letzten zwanzig Minuten machte sich der Kräfteverschleiss bei den Baselbietern bemerkbar, und da die Gäste nun den Druck verstärkten, mussten sie in der Schlussphase leiden.
Nach einem feinen Doppelpass strich ein Schuss von Dubler nur um Zentimeter am Lattenkreuz vorbei. Drei Minuten später zirkelte Dubler einen Freistoss an den hinteren Pfosten, und der aufgerückte Innenverteidiger Bütler verlängerte die Hereingabe an Erin Shala vorbei in die Maschen. In der verbleibenden Zeit tauchten dann jedoch die Nidwaldner nur noch einmal wirklich gefährlich vor dem Muttenzer Tor auf.
Goalie Shala entschärfte aber den Kopfball von Petar Ivanov problemlos. Auf der Gegenseite rettete Luiz Alcantara in extremis vor dem einschussbereiten Poloni. Deshalb war es schlussendlich Miljanovic, der in der Naschspielzeit den Muttenzer Sieg sicherstellte.
Muttenz: Shala; Murith, Nagel, Schweizer, Jankowski; Zünd (86. Mah) Freyenmuth, Suter (90. Kantar), Sambasivam (72. Poloni); Miljanovic, Kirilmaz (86. Makia).
Buochs: Da Silva; Alcantara, Bütler, Ivanov, Bissig (62. Luiz); Kameraj, Mc Carthy (76. Scherer); Meyer (62. Rosenberg), Dubler, Bachmann (62. Sousa); Mulanga (76. Gisler).
Im zweiten Auswärtsspiel dieser Saison trifft der SV Muttenz am Sonntag, 30. August auf den FC Langenthal. Anpfiff auf dem Sportplatz Rankmatte ist um 15 Uhr. Die Oberaargauer verpassten im Sommer in den Aufstiegsspielen erst in der Hauptrunde den Sprung in die Promotion League.
Die Mannschaft von Trainer Peter Schädler spielt also wiederum gegen ein äusserst ambitioniertes, starkes Team.





