Basel-Stadt stellt Tracker für unbezahlte Care-Arbeit zur Verfügung

Der Kanton Basel-Stadt stellt ein Online-Tool zur Verfügung, mit dem die Kosten von unbezahlt geleisteter Arbeit berechnet werden können. Der sogenannte Care-Tracker ist eine Massnahme aus dem Gleichstellungsplan, wie das Präsidialdepartement am Donnerstag mitteilte.

Mit dem Care-Tracker wird die individuell geleistete unbezahlte Care-Arbeit sichtbar gemacht, wie es heisst. Nutzende könnten erfassen, was ihre Arbeit für Haushalt und Familie kosten würde. Gemäss Mitteilung basiert der Tracker auf Erhebungen des Bundesamts für Statistik.
Unbezahlte Care-Arbeit ist gesellschaftlich unverzichtbar und schafft die Voraussetzung für eine funktionierende Wirtschaft, wie das Departement schreibt. Mit dem Tool soll die gesellschaftliche Wertschätzung gestärkt werden.
Weiter bietet der Care-Tracker gemäss Mitteilung eine Funktion zum Vergleich der mentalen Auslastung durch Aufgaben. Die Ergebnisse sollen Paaren eine Grundlage liefern, um über Aufgabenteilung zu sprechen und einseitiger Überlastung vorzubeugen.
Im Jahr 2020 sei im Kanton unbezahlte Care-Arbeit im Wert von 9,5 Milliarden Franken geleistet worden, heisst es weiter. Besonders in Paarhaushalten mit kleinen Kindern sei das Arbeitsvolumen hoch. Frauen würden im Wochenschnitt 55,3 Stunden investieren, Männer 32,6 Stunden.




