Baselbieter Finanz- und Kirchendirektor Anton Lauber tritt zurück

Anton Lauber, Vorsteher der Baselbieter Finanz- und Kirchendirektion, wird bei den Regierungsratswahlen im April 2027 nicht mehr antreten. Dies hat der Mitte-Politiker am Donnerstag während der Landratssitzung angekündigt.

«Die Arbeit hat mir immer enorme Freude gemacht», sagte Lauber. Es sei nicht immer einfach gewesen, aber genau das sei das Interessante gewesen. «Wir haben viel Gutes getan und es war mir eine Ehre, in diesem Gremium zu arbeiten», hielt er zum Regierungsrat fest.
Der 65-jährige Lauber sitzt seit 2013 in der Baselbieter Regierung. Davor war er von 2004 an Gemeindepräsident von Allschwil BL gewesen, nachdem er 1996 erstmals Einsitz im Gemeinderat genommen hatte.
Durch finanzielle Turbulenzen
Lauber hat die Finanzen des Kantons durch turbulente Zeiten gesteuert und etwa die Abzahlung eines 2014 durch eine Reform bei der Basellandschaftlichen Pensionskasse entstandenen Fehlbetrags von über einer Milliarde Franken auf den Weg gebracht.
Zuletzt war Lauber wegen des im Sommer 2025 bekannt gewordenen Abschreibers von 105 Millionen Franken der Basellandschaftlichen Kantonalbank auf ihre Tochtergesellschaft Radicant politisch unter Druck geraten – der Landrat hatte ihm aber den Rücken gestärkt. Eine Parlamentarische Untersuchungskommission beschäftigt sich noch mit diesem Ereignis.






