Basler Gartenbäder mit schnelleren Hausverboten bei Regelverstössen

Wer sich in einer Basler Badi nicht benimmt, fliegt schneller raus. Das Personal kann neu in der Gartenbadsaison 2026 Hausverbote direkt vor Ort aussprechen, wie das Erziehungsdepartement (ED) am Mittwoch mitteilte. Bisher war ein Schreiben per Post nötig.

Bis anhin schickte das Personal die Hausverbote an die Adresse der renitenten Badegäste. Mit der neuen Regelung kann es dieses Schreiben direkt den betreffenden Personen aushändigen, wie eine ED-Sprecherin auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA präzisierte. Damit könne vermieden werden, dass der Brief bei der Angabe einer falschen Wohnadresse nicht wieder retour komme.
Badegäste, die gegen die Regeln verstossen, werden zunächst verwarnt. Je nach Situation kann das Personal einen Verweis von 72 Stunden aussprechen. Bei schweren und wiederholten Verstössen können renitente Badegäste ein Hausverbot von bis zu einem Jahr kassieren, wie es im Communiqué heisst.
Das ED kündigte an Tagen mit besonders hohem Besucheraufkommen zusätzliches Sicherheits- und Badpersonal an. So könnten sich die Bademeisterinnen und -meister auf ihre zentrale Aufgabe, die Sicherheit der Badegäste, konzentrieren.
Zudem weitet das ED die Schulungen des Personals in Deeskalation aus. Neu sollen auch temporär angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geschult werden. Das ED führt diese Kurse in Zusammenarbeit mit der Präventionspolizei durch.
Mit Plakaten, Fahnen und Flyern werden die Behörden zudem auf die bestehenden Kleidervorschriften aufmerksam machen. Diese Kommunikationskampagne soll auch zu einem respektvollen Miteinander auffordern, wie es weiter heisst.
Das ED ergriff diese Massnahmen nach den Erfahrungen aus der vergangenen Badesaison. Letztes Jahr kam es an Spitzentagen mit vielen Gästen zu vermehrten Regelverstössen. Das aufgestockte Sicherheitspersonal und die Aussprache von Hausverboten hätten letztes Jahr Wirkung gezeigt, schreibt das ED.




