Basler Parlament genehmigt Bebauungsplan für das Lehenmatt-Areal

Der Basler Grosse Rat hat am Mittwoch den Bebauungsplan zum Areal Lehenmatt Süd genehmigt. Der Entscheid fiel mit 90 zu 1 Stimmen. Das ehemalige Firmengelände im Breite-Quartier soll rund 650 Einwohnerinnen und Einwohnern zur Verfügung stehen und 150 Arbeitsplätze bieten.

Der angestrebte Mix aus Gewerbe, Wohnen und Kultur fand bei allen Fraktionen Zustimmung. Beim besagten Areal gleich in der Nähe des Stadions St. Jakob-Park befindet sich seit 1907 der Hauptsitz des Unternehmens Haefely AG, das auf Prüfsysteme in der Hochspannungstechnik spezialisiert ist.
Die Firma verlegt ihren Standort. Dadurch eröffnet sich die Möglichkeit, das bisher geschlossene Firmenareal zu einem gemischt genutzten Wohn- und Arbeitsstandort weiterzuentwickeln, wie es im Bebauungsplan heisst.
Bereits 2012 verkaufte das Unternehmen den südlichen Teil des Areals an die Firma Creafonds, die die bestehenden Gebäude seither an gewerbliche und kulturelle Nutzungen vermietet. Der nördliche Teil gehört immer noch der Haefely AG.
Kaschemme und Altes Kraftwerk sollen bleiben
Zum Areal gehört auch die Kaschemme und das Alte Kraftwerk, beides Lokale für kulturelle Veranstaltungen. Beide Zwischennutzungen sollen gemäss Angaben auf der Website von Creafonds erhalten bleiben.
Das Areal ist durch die Bahnlinie und die Autobahn begrenzt. Geplant sind Neubauten, doch 20 Prozent der bestehenden Bausubstanz sollen bleiben. Die heutige Planung sieht den Erhalt von zwei Bestandsgebäuden sowie der historischen Produktionshalle von 1917 vor. Der Mindestwohnanteil beträgt 50 Prozent. Mindestens ein Drittel der Bruttogeschossfläche ist für preisgünstiges Wohnen vorgesehen.





