Kosten für Entfernung von Sprayereien steigen in Basel stark an

Im Kanton Basel-Stadt sind die Fälle und Kosten für die Beseitigung von Sprayereien im Jahr 2025 markant angestiegen. Die Basler Regierung führt dies unter anderem auf die angespannte weltpolitische Lage zurück.

Allein für die Beseitigung von Sprayereien an privaten Liegenschaften wurden im vergangenen Jahr 940 Gesuche bewilligt und Kosten von 608'000 Franken rückerstattet, wie die baselstädtische Regierung am Freitag in ihrer Antwort auf eine schriftliche Anfrage von Niggi Daniel Rechsteiner (GLP) mitteilte. Dies entspreche einem Kostenanstieg von rund 70 Prozent seit 2022. Damals waren es noch 598 Fälle und 359'000 Franken.
Zusätzlich bearbeitete die Stadtreinigung im Jahr 2025 rund 1800 Fälle von Sprayereien auf öffentlichem Grund. Das waren zwölf Prozent mehr als im Vorjahr.
Als Grund für die Zunahme nennt die Regierung in ihrer Antwort die angespannte weltpolitische Lage, die zu mehr Demonstrationen und politischen Kundgebungen geführt habe. Die Regierung geht davon aus, dass auch weiterhin mit erhöhten Aufwendungen zur Beseitigung von Sprayereien und Schmierereien gerechnet werden muss, wie es weiter heisst.
Eine systematische Erfassung der Graffiti nach Typen wie Schriftzügen, Bildern oder politischen Botschaften findet laut Regierung nicht statt. Der Fokus liege auf der raschen und effizienten Entfernung der Sachbeschädigungen.
Der Kanton Basel-Stadt unterstützt Eigentümerinnen und Eigentümer privater Liegenschaften seit längerem bei der Entfernung von Graffiti. Dabei werden bis zu 80 Prozent der Reinigungskosten erstattet. Voraussetzung ist, dass die Entfernung durch eine private Malerfirma oder einen Spezialreinigungsbetrieb erfolgt.




