SVP-Kandidat liegt bei Baselbieter Regierungsersatzwahl vorne

Matthias Liechti (SVP) und Philipp Schoch (Grüne) kämpfen im Baselbiet um den Regierungssitz des zurücktretenden Isaac Reber. Es gibt erste Resultate.

Der SVP-Kandidat Matthias Liechti liegt nach der Auszählung von 57 der 86 Gemeinden bei der Regierungsratsersatzwahl im Kanton Basel-Landschaft auf dem ersten Platz. Er holte bisher 24'398 Stimmen, wie die Landeskanzlei am Sonntag bekanntgab.
Auf Platz zwei liegt Philipp Schoch (Grüne) mit 22'697 Stimmen. Der 1973 geborene Schoch und Gemeinderat von Pratteln BL will die Nachfolge seines Parteikollegen Isaac Reber antreten. Der amtierende Bau- und Umweltschutzdirektor ist seit 2011 in der Regierung und tritt per Ende September zurück.
Die SVP will mit Liechti ihren Sitz in der Exekutive zurückerobern. Seit Juli 2023 ist die wählerstärkste Partei im Baselbiet nicht mehr in der Regierung vertreten. Ihr letzter Regierungsrat, der Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektor Thomas Weber, hatte sich damals nicht zur Wiederwahl gestellt. Zu seinem Nachfolger wurde Thomi Jourdan (EVP) gewählt; die SVP-Kandidatin und Nationalrätin Sandra Sollberger scheiterte.
Im Jahr 2025 gelang es auch Caroline Mall nicht, die SVP zurück in die Regierung zu bringen. Damals war Bildungs-, Kultur- und Sportdirektorin Monica Gschwind (FDP) zurückgetreten. Die Freisinnigen konnten den Sitz mit Markus Eigenmann verteidigen.
In der jetzigen Zusammensetzung sind die FDP, Mitte, SP, Grüne und EVP in der fünfköpfigen Kantonsregierung vertreten. Mit einer Wahl von Schoch würde diese Konstellation weiterbestehen, mit einer Wahl von Liechti wäre die Regierung wieder bürgerlich dominiert.




