Basler können Steuern neu direkt vom Lohn abziehen

Nach Auszählung der brieflichen Stimmen zeichnet sich am Sonntag in Basel-Stadt ein Ja zum freiwilligen Steuerabzug vom Lohn ab.

Das Wichtigste in Kürze
- In Basel-Stadt zeichnt sich ein Ja zum freiwilligen Steuerabzug vom Lohn ab.
- Falls die Vorlage angenommen wird, bedeute dies ein Novum in der Schweiz.
- Für Unternehmen mit 50 Mitarbeitenden soll der Steuerabzug verpflichtend sein.
Dies bedeutet ein Novum für die Schweiz: Arbeitnehmende, die im Kanton wohnen und arbeiten, sollen einen solchen direkten Abzug nutzen können.
Für die Vorlage gingen rund 53,4 Prozent der brieflichen Stimmen ein, dagegen waren 46,6 Prozent, wie die Staatskanzlei mitteilte.
Für Unternehmen mit 50 Mitarbeitenden soll der Steuerabzug verpflichtend sein, für kleinere Firmen freiwillig. Sofern der Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin nichts anderes wünscht, sollen die Arbeitgebenden zehn Prozent des Bruttolohns automatisch abziehen. In Riehen und Bettingen sind es fünf Prozent. Arbeitnehmende können auch einen höheren oder tieferen Abzug wählen.
Unabhängig vom Resultat der Abstimmung wird die Abgabe einer Steuererklärung weiterhin notwendig sein. Die Mehrheit des Grossen Rates war der Ansicht, dass mit einer solchen Änderung des Steuergesetzes die Verschuldung eingedämmt werden kann.
Ja zum Bahnknoten-Projekt
Bei der Fortführung des Bahnknoten-Projekts zeichnet sich ein deutliches Ja ab. 56,1 Prozent der brieflich Stimmenden befürworten eine Ausgabe von 3,6 Millionen Franken. Dies für das Lobbying beim Bund und Stadtplanungen für die Durchmesserlinie zwischen dem Bahnhof SBB und dem Badischen Bahnhof.

Bei der Stadttaubeninitiative setzt sich gemäss Zwischenresultaten der Gegenvorschlag mit 67,7 Prozent Ja durch. Während die Initiative mit 63,8 abgelehnt wird. Somit kommt es zu einem Pilotprojekt mit Massnahmen zur Regulierung der Stadttauben-Population. Der Kanton soll unter anderem fünf betreute Taubenschläge einrichten.
Das Stimmvolk lehnt die Klybeckinsel-Volksinitiative deutlich ab. 62 Prozent sagen Nein. Die Initiative verlangt, dass das Gebiet der ehemaligen Klybeckinsel zur Grünzone wird, als Insel wiederhergestellt und bewaldet wird.
Mit einem Nein können die Areal-Entwicklungspläne des Kantons auf der ehemaligen Klybeckinsel mit Wohnungen und Grünanlagen weiterverfolgt werden.







