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Begegnungen mit dem Vater der Moderne in der Fondation Beyeler

Keystone-SDA
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Basel,

Von den charakteristischen Stillleben und Porträts, über die berühmten Badenden bis hin zu den ikonischen Bildnissen der Montaigne Sainte-Victoire: Die Cézanne-Ausstellung in Fondation Beyeler zeigt, weshalb der französische Maler als Vater der Moderne gefeiert wird.

Das Gemälde «Sieben Badende» (um 1900) in der Cézanne-Ausstellung in der Fondation Beyeler.
Das Gemälde «Sieben Badende» (um 1900) in der Cézanne-Ausstellung in der Fondation Beyeler. - KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS

Bereits beim Betreten des ersten Raums des Ausstellungsparcours in der Fondation Beyeler ist man mitten drin im Kunstkosmos von Paul Cézanne (1839-1906). Zu sehen sind zwei Versionen seiner berühmten Kartenspieler aus den 1890er-Jahren. Des Weiteren hängen zwei Selbsporträts an den Wänden sowie ein Gemälde mit dem Lieblingsmotiv des Malers: der Montaigne Sainte-Victoire bei seinem Geburtsort Aix-en-Provence.

Diesem Berg wird man im Verlauf des Parcours noch mehrmals begegnen. Auf sieben Ölgemälden und zwei Aquarellen, um genau zu sein. Dabei scheint kaum eines der Bildnisse dem anderen zu entsprechen. Cézanne hat den Berg von verschiedenen Standorten aus und zu verschiedenen Tageszeiten festgehalten.

Mit diesem Berg und weiteren Landschaftsbildern aus der Provence vollzog Cézanne einen Schritt, der zu einem Meilenstein der Klassischen Moderne oder der Moderne schlechthin zu zählen ist. Er begann damit, keine Objekte, Häuser oder Bäume mehr abzubilden, sondern malte die Welt so, wie er sie empfand.

Er entwickelte Formen aus Farben, definierte Kunst nicht mehr als ein der Abbildung dienendes Medium, sondern als Parallelwelt zur Natur. Ab 1900 beginnt das Figürliche auf seinen Gemälden zu verschwimmen, was unter anderem Picasso dazu brachte, Cézanne als «Vater von uns allen» zu bezeichnen.

Abgesehen vom ersten Raum ist die Ausstellung, die sich auf das Spätwerk konzentriert, thematisch aufgebaut. Dadurch wird die Entwicklung von Cézannes Malerei augenscheinlich fassbar.

Das ist bei seinen zahlreich gezeigten Stillleben mit Früchten so, wie auch bei den berühmten Badenden, von denen sechs Bilder in einem Raum zusammengefasst sind. Und das ist bei seinen Porträts zu erleben, in denen – wie beim offensichtlich gerne gemalten Gärtner Vallier – die Gesichtszüge im Laufe der Entstehungsjahre immer mehr verwischen und verschwinden.

Die Fondation Beyeler hat es geschafft, für die Ausstellung 58 Ölgemälde und 21 Aquarelle aus wichtigen Museums- und Privatsammlungen aus Europa und den USA zusammenzutragen. Zu sehen sind somit herausragende Beispiele, wie Cézanne die Malerei veränderte.

Die Cézanne-Ausstellung wird ab Sonntag öffentlich zugänglich sein und bis am 25. Mai 2026 dauern. Die Qualität der Ausstellung lässt die Vermutung zu, dass die Fondation Beyeler damit vom Publikumszuspruch her gesehen nahtlos an die am Montag auslaufende Blockbuster-Schau mit Werken der japanischen Starkünstlerin Yayoi Kusama wird anknüpfen können.

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