Bilanz 2025: Kantonales Bauportfolio wächst weiter

Ob die neue Einsatzzentrale im Spiegelhof oder Sanierungen von Schulen: Der Kanton Basel-Stadt entwickelte sein Portfolio 2025 mit hohem Aufwand weiter.

Wie die Stadt Basel informiert, benötigt der Kanton, um seine öffentlich-rechtlichen Aufgaben zu erfüllen, Gebäude. Dazu gehören Schulen, Kulturbauten oder Bürogebäude. Diese befinden sich im sogenannten Verwaltungsvermögen.
Das Portfolio umfasst aktuell 721 Gebäude. 2025 standen der Abschluss zahlreicher Neubau- und Sanierungsprojekte, der Start weiterer Bauvorhaben sowie Massnahmen zur Erreichung der Klimaziele im Fokus. Der Jahresbericht 2025 gibt eine Übersicht über die Entwicklung des Portfolios.
Mehrere Bauvorhaben erfolgreich umgesetzt
Die Hochbauten im Verwaltungsvermögen sind zentral für die Erfüllung der öffentlich-rechtlichen Aufgaben des Kantons. Entsprechend standen 2025 die Weiterentwicklung des Portfolios und die Umsetzung verschiedener Bauvorhaben im Fokus.
So konnte unter anderem die neue Einsatzzentrale der Kantonspolizei Basel-Stadt im Spiegelhof in Betrieb genommen werden. Zusammen mit der Einsatzzentrale Lützelhof der Rettung Basel-Stadt verfügen die Basler Blaulichtorganisationen nun über zwei hochmoderne Standorte.
Gleichzeitig wurden mehrere Sanierungsprojekte abgeschlossen, darunter das Schulhaus Niederholz und das Gerichtsgebäude an der Bäumleingasse 1 bis 7. Parallel dazu starteten weitere Bauvorhaben, etwa beim Institut für Rechtsmedizin, bei der Alten Gewerbeschule sowie bei verschiedenen Schulstandorten.
Sicherung der betrieblichen Infrastruktur
2025 entstanden bei den Hochbauten im Verwaltungsvermögen Investitionskosten für bauliche Massnahmen in der Höhe von rund 162 Mio. Franken (2024: rund 144 Mio. Franken). Die Zunahme ist darauf zurückzuführen, dass viele grosse Projekte in der Ausführungsphase sind.
Die Investitionen sowie der laufende Unterhalt der Hochbauten gewährleisten die Verfügbarkeit der betrieblichen Infrastruktur. Dadurch werden sowohl das notwendige Bildungs- und Freizeitangebot als auch die bestehenden kulturellen Angebote erhalten und gesichert.
Klimaziel «Netto-Null» 2030 auf Kurs
Für die kantonale Verwaltung gilt das Klimaziel «Netto-Null» im Betrieb bis 2030. Um dieses Ziel zu erreichen, werden die direkten, energiebedingten Treibhausgasemissionen der Hochbauten im Verwaltungsvermögen laufend gesenkt.
Es werden beispielsweise noch vorhandene fossile Heizungssysteme schrittweise durch erneuerbare Systeme ersetzt oder an das Fernwärmenetz angeschlossen. Von zentraler Bedeutung ist der Ausbau der Photovoltaik-Anlagen.
Per Ende 2025 waren 71 Photovoltaik-Anlagen (2024: 68) in Betrieb. Weitere 67 Photovoltaik-Anlagen sind in Planung oder in Ausführung, um das Potenzial von rund 11 Gigawattstunden (GWh) Solarstrom pro Jahr bis 2030 auszuschöpfen.
Ein wichtiger Hebel ist auch die nachhaltige Raumnutzung: Mit dem internen Mietreglement schafft der Kanton Anreize, den Raumbedarf der Verwaltung laufend zu reduzieren. Damit konnte die Bürofläche pro Arbeitsplatz seit 2007 bereits um rund einen Drittel gesenkt werden, von 20,9 auf 14,1 Quadratmeter pro Arbeitsplatz.






