EHC Basel siegt in Visp und bleibt auf Erfolgskurs

Der EHC Basel gewinnt ein intensives Auswärtsspiel gegen den EHC Visp mit 4:3 nach Verlängerung. Louis Füllemann erzielt den entscheidenden Treffer.

Wie der EHC Basel mitteilt, war in einem attraktiven und temporeichen Spiel zwischen zwei formstarken Teams der EHC Basel am Ende die glücklichere Mannschaft. Mit einem 4:3-Sieg nach Verlängerung nimmt er zwei Punkte mit nach Hause.
Das Game-Winning-Goal gelang Louis Füllemann 26 Sekunden vor dem Penaltyschiessen. Damit feierte der EHC Basel den neunten Sieg aus den letzten zehn Partien und bestätigte die positive Tendenz.
Das nächste Spiel absolvieren die Basler am Dienstag in Bellinzona. Am Donnerstag, dem 19.45 Uhr, ist der aktuelle Tabellenführer Sierre zu Gast in der St. Jakob Arena.
Die laufstarken Visper zögern nicht lange
Visp startete mit viel Selbstvertrauen in die Partie, denn wie die Basler konnten sie die meisten der letzten Partien erfolgreich bestreiten. Bereits nach wenigen Sekunden musste Henauer zweimal gegen Marchand und Lurati eingreifen und verhinderte so einen frühen Rückstand, der dann doch noch eintraf.
Der Basler Goalie bekam den Puck auf die Brust und konnte ihn nicht behändigen. Brüschweiler reagierte am schnellsten. Via Lehmann kam der Puck zu Muggli, der traf. Die Oberwalliser waren in der Folge weiterhin sehr aufsässig und schnell auf den Beinen.
Zudem wurde jede Schussgelegenheit genutzt. Nicht umsonst hat Visp nach Sierre bisher die meisten Torschüsse in der Liga abgegeben. Erst nach und nach können sich die Basler vom Druck lösen und haben dann im ersten Powerplay des Abends die Möglichkeit, auszugleichen.
Visp nutzt Basler Powerplay eiskalt aus
Dies funktionierte jedoch nicht wie gewünscht. Im Gegenteil. Das beste Boxplay-Team der Liga kam dreimal zum Kontern. Beim zweiten Mal sprang der Puck komisch von der Bande weg, sodass Ryser losziehen und Wüest zum 2:0 erhöhen konnte.
Kurz vor Ende der Strafe traf Brodecki noch den Pfosten. Basel, das wieder auf die zuletzt verletzten Aeschbach und Schweri zählen konnte, reagierte. Zunächst durfte Barbei um das gegnerische Tor kurven und fand Schaub, der mit einem platzierten Direktschuss den Anschlusstreffer erzielen konnte.
Vierzig Sekunden vor der ersten Pause folgte der Ausgleich. Bircher schaltete sich offensiv ein, nahm Schweri mit, der den freistehenden Rexha sah.
Henauer hält Basel im Spiel
Basel musste das Mitteldrittel in Unterzahl beginnen, da gegen Barbei nach den ersten zwanzig gespielten Minuten eine Strafe angezeigt wurde. Anschliessend musste auch Supinski auf der Strafbank Platz nehmen, da er den Torhüter unglücklich zu Fall brachte.
Zwar konnte beide Male ein Rückstand verhindert werden, doch dieser fiel kurze Zeit später dann doch. Henauer reagierte gut bei einem abgelenkten Schuss, war jedoch gegen den Rebound von Pezzullo machtlos.
In diesem temporeichen Spiel verhinderte Basels Torhüter mit zwei Big Saves hintereinander den vierten Gegentreffer. Auf der anderen Seite parierte Markkanen gut gegen Brügger. Dann bekam Basel kurz vor Ende des zweiten Drittels nochmals die Chance, ein Powerplay aufzuziehen, was dieses Mal für ein Tor auf der richtigen Seite sorgte.
Das wichtige Bully gewann Kummer. Zwölf Sekunden später kam Brügger an die Scheibe und glich mit einem platzierten Schuss aus.
Basel holte sich bereits den achten Sieg in der Overtime
Im Schlussabschnitt agierten die Gastgeber etwas vorsichtiger. Denn jeder Fehler konnte die Entscheidung bedeuten. Die erste Top-Möglichkeit gab es erst in der 47. Minute, als Marchons Abschluss abgefälscht nur knapp am Pfosten vorbeiging.
Kurz darauf zeigte Henauer gegen Forrer eine gute Parade. In dieser spannenden Phase kamen nun auch leichte Emotionen auf, die das Schiedsrichterduo zweimal mit je einer Bankstrafe unterband.
Die beste Chance der Basler hatten Liniger und Schläpfer eine Minute vor Ende der regulären Spielzeit, als sie knapp an Markkanen scheiterten. Dass Basel über zwei hervorragende Torhüter verfügt, zeigte sich in der Verlängerung.
Füllemann trifft eiskalt zum Overtime-Sieg
Nach einem intelligenten Wechsel nach nur 15 Sekunden Spielzeit rettete Henauer gegen Forrer, wie auch danach im Eins-gegen-Eins gegen Brodecky. Auf der anderen Seite verpasste Kummer gegen den Torhüter von Visp den Siegtreffer, der dann kurz vor Ende doch noch fiel.
Captain Eigenmann, mit über 25 ½ Minuten Eiszeit mit Abstand der Spieler mit der längsten Einsatzzeit, leistete sich einen Konzentrationsfehler. Huber konnte den Puck dadurch noch im gegnerischen Drittel behändigen.
Er passte sofort auf die linke Seite zu Füllemann, der eiskalt den Siegtreffer erzielte.




