Supinski-Show: EHC Basel dreht 1:5-Rückstand im Derby

Der EHC Basel feiert ein unglaubliches Derby-Comeback: Angeführt von Brett Supinski wird aus einem 1:5 ein 6:5-Sieg nach Verlängerung gegen den EHC Olten.

Wie der EHC Basel berichtet, lag die Mannschaft nach zwei Dritteln mit 1:5 Toren zurück. Unter der Führung des herausragenden Captains Brett Supinski – drei Tore, ein Assist, sieben Torschüsse, ein Pfostenschuss – gelang dann doch noch die Wende, die Stukel nach 25 Sekunden in der Verlängerung mit seinem zweiten Tor des Abends vollendete.
Der Sieg war hochverdient, denn die Basler hatten zum Schluss doppelt so oft auf das Tor geschossen wie der Gegner.
Vielversprechende Ausgangslage
Die Ausgangslage vor der Partie war für Basel vielversprechend. Mit einem Sieg nach regulärer Spielzeit hätte man Olten in der Tabelle überholen können. Angesichts der aktuellen Form nicht unrealistisch, hatten die Solothurner doch fünf der letzten zehn Partien verloren, während es bei Basel nur deren zwei waren.
Aufgrund der Verstärkung aus Bern mit Füllemann und Rhyn standen dieses Mal genug Verteidiger auf dem Eis, sodass Aeschlimann erstmals seit Langem wieder als Center eine Sturmlinie anführte.
In der ersten Spielhälfte zeigte sich Olten sehr effizient
Basel verpasste es anfangs, im ersten Powerplay in Führung zu gehen. Supinskis Abschluss ging knapp darüber und Rexha zielte knapp am leeren Tor vorbei. Olten machte es besser.
Haller konnte einen von Asselin abgelenkten Schlenzer von Hawryluk zwar mit dem Schoner abwehren, doch Burger stand richtig und konnte den Abpraller verwerten. Nachdem Guggenheim den Puck über das Plexiglas befördert hatte, sorgte das beste Powerplay-Team der Liga für das 2:0: Asselin vollendete eine schöne Passstafette.
Ein Big Save von Haller in der 10. Minute gegen Christen verhinderte das 3:0. Danach agierte Basel defensiv etwas stabiler und konnte sich offensiv wieder besser in Szene setzen, was prompt zum Erfolg führte.
Kummer spitzelte die Scheibe auf Stukel, der den Anschlusstreffer erzielte. Leider gelang Olten sechs Sekunden vor der ersten Sirene doch noch der dritte Gegentreffer. Verteidiger Kurt verschaffte sich mit einer schönen Körpertäuschung genug Platz, um die Lücke zu finden.
Momentum wechselt zur Spielmitte
Auch zu Beginn des zweiten Abschnitts war Olten nicht die bessere, sondern die effizientere Mannschaft. Mit dem ersten Torschuss lag die Scheibe im Netz.
Törmänen Schuss war für Haller zu platziert und mit dem zweiten folgte der fünfte Oltner Treffer. Stehli verwertete die Hereingabe von Hedlund. Es schien sich alles gegen Basel zu verschwören, nachdem auch noch eine Strafe wegen zu vieler Spieler ausgesprochen wurde.
Doch dann wechselte das Momentum. Noch in Unterzahl wäre Supinski bei einem Konter fast ein Tor gelungen, er wurde jedoch beim Abschluss mit einem Stockschlag behindert, sodass das Oltner Powerplay prompt zu Ende war.
Basel war nun mit Kummer an der Seite von Stukel und Supinski sehr dominant. Olten war unerklärlich passiv und lauerte nur noch auf Gegenangriffe.
Der Puck will nicht über die Linie
In der 32. Minute konnte sich Solèr gegen Huber auszeichnen. Auch in der Folge stand Oltens Rückhalt im Fokus: Sei es, als das Tor des Öfteren verschoben war, oder in der 38. Minute, als Aeschlimanns Schuss an dessen Rücken ging und von dort vor statt hinter die Torlinie fiel.
Der Entscheid «no Goal» auf dem Eis wurde nach Videostudium bestätigt. Daher blieb es nach vierzig gespielten Minuten beim Stand von 1:5.
Basel erdrückt Olten im Schlussabschnitt
Für die Basler war der frühe Anschlusstreffer nach 28 Sekunden im Schlussabschnitt wichtig. Supinski traf nach einem tollen Solo wunderbar ins Lattenkreuz.
Die Basler brachten nun bei jeder Möglichkeit die Scheibe vor das Tor und provozierten dabei auch Anspiele im Angriffsdrittel, was den Druck zusätzlich erhöhte. In der 44. Minute lancierte Rossi Brügger mit einem schönen Pass, sodass dieser allein auf Solèr zulaufen konnte und im zweiten Versuch traf.
Nach einer kleinen Strafe gegen Guggenheim konnten die Oltner Spieler kurz durchatmen, doch nur 33 Sekunden später war das Überzahlspiel nach einer Strafe gegen Sturny zu Ende. Als Basel an der Reihe war, traf Supinski ein zweites und nicht zum letzten Mal ins hohe Eck.
Olten bricht ein, Basel gleicht aus
Die Basler sind nun endgültig entfesselt und haben eine Chance nach der anderen sowie ein weiteres Powerplay. Nach Möglichkeiten von Schläpfer und Kummer hatte wieder Supinski sein Visier richtig eingestellt und traf sechseinhalb Minuten vor Schluss zum Ausgleich.
Die Gastgeber waren nun komplett überfordert und die Halle, bis auf die Basler Fans, still. Zehn Sekunden vor Schluss setzte der überragende Supinski den Puck dann auch noch an den Pfosten.
Supinski beendet seine Show mit einem Pass zu Stukel, der den Siegtreffer erzielt. Was in der regulären Spielzeit nicht gelang, wurde nach nur 25 Sekunden in der Verlängerung nachgeholt.
Der Captain krönt sein Meisterstück
Supinski passte zu Stukel, der die Vorlage zum hochverdienten und viel umjubelten Siegtreffer verwerten konnte. Wie erwartet wurde Basels Captain im Anschluss an das Spiel als bester Spieler ausgezeichnet und dabei auch von den Oltner Zuschauern mit warmem Applaus beglückwünscht.
Auch die nächsten beiden Partien wird der EHC Basel auswärts bestreiten. Am nächsten Samstag um 17.45 Uhr in Visp und am darauffolgenden Dienstag in Bellinzona.



