Mitreden, mitplanen, mitgestalten: Das neue Jugendhaus

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Muttenz,

Die Jugendarbeit Muttenz setzt 2026 auf Partizipation: Jugendliche planen Aktivitäten, übernehmen Verantwortung und gestalten das Jugendhaus aktiv mit.

Das Gründenschulhaus in Muttenz.
Das Gründenschulhaus in Muttenz. - Nau.ch / Werner Rolli

Wie die Gemeinde Muttenz berichtet, traf sich gleich zu Beginn des Jahres die Jugendarbeit Muttenz zur Retraite, um Termine und Schwerpunkte festzulegen. Das Ergebnis: 2026 steht ganz im Zeichen der Partizipation.

Neu ist der Ansatz nicht. Bereits 2025 begann die stärkere Einbindung der Jugendlichen. Projekte, Ausflüge und Turniere sollen gemeinsam geplant werden, junge Menschen erhalten mehr Entscheidungsspielraum und übernehmen Schritt für Schritt Verantwortung.

Ein wichtiger Impuls war die Zukunftswoche im Oktober 2025. Jugendliche konnten ihre Wünsche äussern und benennen, was ihnen fehlt. Viele Rückmeldungen führten bereits zu konkreten Anpassungen.

Ziel ist kein fixes Programm, sondern ein Jugendhaus, das sich mit seinen Besucherinnen und Besuchern weiterentwickelt – mitreden und mitgestalten ausdrücklich erwünscht.

Neues im Jugendhaus

Das Chillzimmer wurde renoviert. Damit es schön bleibt, gilt neu: Schuhe ausziehen. Essen ist erlaubt, Aufräumen gehört dazu.

Zudem steht eine PlayStation 5 mit aktuellen Spielen bereit, die Controller werden gegen Depot ausgeliehen. Das Jugendhaus bleibt ein Ort zum Ankommen, Zusammensitzen und Abschalten.

Auch die Angebote erhalten klare Strukturen. Der Girls Day findet immer am letzten Mittwoch des Monats statt. Auf Initiative der Jungs entsteht neu ein Boys Day am ersten Mittwoch.

Angebote und Öffnungszeiten

Die Inhalte werden gemeinsam bestimmt – kreativ, sportlich oder gemütlich. Während beim Girls Day bereits ein eigenes OK plant, wächst die Mitwirkung beim Boys Day schrittweise.

Das Mindestalter wurde grundsätzlich auf 11 Jahre festgelegt, mit einer Übergangslösung für bisherige jüngere Stammgäste. Gleichzeitig gibt es zweimal pro Monat Zeitfenster nur für Jugendliche ab 15 Jahren, da ein vielfach geäusserter Wunsch der Älteren.

Die Öffnungszeiten wurden angepasst. Der Freitag reagiert saisonal flexibel: im Winter länger, im Sommer etwas kürzer.

Neues Projektlabor bietet Raum für eigene Ideen

Neu ist das Projektlabor am Donnerstag von 16 bis 18 Uhr. Hier können Jugendliche Ideen entwickeln, Projekte planen oder Unterstützung bei Bewerbungen und Schulaufgaben erhalten. Das Gefäss schafft Raum für Vorhaben, die im regulären Betrieb oft zu kurz kommen.

Nicht alle Wünsche sind umsetzbar. Längere Öffnungszeiten oder tiefere Altersgrenzen am Freitag scheitern an personellen Ressourcen oder unterschiedlichen Bedürfnissen der Altersgruppen. Transparenz darüber gehört zur Partizipation dazu.

Weniger, dafür gezielter

2026 setzt die Jugendarbeit auf Qualität statt auf möglichst viele gleichzeitige Besuche. Spezifische Zeiträume für verschiedene Peers – etwa Girls und Boys Days, 15+-Freitage und das Projektlabor – sind erste Resultate. Weitere Schritte werden folgen.

Mit viel Vorfreude und dankbar für das Vertrauen der Jugendlichen startet die Jugendarbeit Muttenz ins neue Jahr.

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