Günstige Einbürgerung für Junge: Zieht Baselland nach?

Sollte die Einbürgerung für Junge im Baselbiet günstiger werden? Ein SP-Vorstoss fordert, die kantonale Einbürgerungsgebühr für unter 25-Jährige zu erlassen.

Was in der Stadt bereits beschlossen ist, soll nun auch auf dem Land möglich sein: Juliana Weber Killer will, dass sich junge Erwachsene in Zukunft kostengünstig einbürgern lassen können. Am Donnerstag reichte die Sozialdemokratin im Landrat eine entsprechende Motion ein.
Weber Killers Vorstoss sieht vor, dass unter 25-Jährige bei der Einbürgerung künftig keine Kantonsgebühren mehr bezahlen müssen. Diese stellten für junge Erwachsene in Ausbildung oder im Studium oft eine erhebliche finanzielle Hürde dar und verhinderten eine frühzeitige Einbürgerung, argumentiert die Motionärin.
Durch die Senkung der Einbürgerungskosten wolle man den Jungen «den Zugang zur Einbürgerung unabhängig von ihren finanziellen Möglichkeiten erleichtern».
Tatsächlich spielt das Geld eine grosse Rolle, ob sich junge Erwachsene in der Schweiz einbürgern lassen. Eine Untersuchung des Büros für arbeits- und sozialpolitische Studien zeigt, dass sich rund 70 Prozent der unter 25-Jährigen von den hohen Kosten einer Einbürgerung abschrecken lassen.
In Basel-Stadt hat der Grosse Rat 2025 einer Motion des Sozialdemokraten Mahir Kabakci zugestimmt und die Kantons- und Gemeindegebühren für junge Erwachsene gestrichen. Damit bestehen für die Einbürgerung in Basel nur noch die Bundesgebühren von 100 Franken.
Weber Killers Vorschlag fordert fürs Baselbiet vorerst nur, die kantonale Einbürgerungsgebühr zu erlassen. Diese beträgt aktuell 1550 Franken und ist damit die höchste der Nordwestschweiz.
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Hinweis: Dieser Artikel wurde zuerst im Basler Newsportal «OnlineReports» publiziert.







