55 Prozent der Baslerinnen und Basler fahren mit dem Velo zur Arbeit

Rund 55 Prozent der Baslerinnen und Basler pendeln mit dem Velo – deutlich mehr als in vergleichbaren Städten.

Rund 55 Prozent der Baslerinnen und Basler fahren mit dem Velo zur Arbeit. Basel liegt somit weit über dem Durchschnitt vergleichbarer Städte. Dies geht aus einer Studie im Auftrag der Städtekonferenz Mobilität hervor, deren Resultate am Donnerstag veröffentlicht worden sind.
So nehmen etwa in Bern 48 Prozent der Befragten das Velo, in Nyon nur 11 Prozent. Der öffentliche Verkehr als Fortbewegungsmittel zur Arbeit dient in Basel mit 47 Prozent im Vergleich zum Durchschnitt jedoch weniger stark als Fortbewegungsmittel.
In Zürich sind beispielsweise 69 Prozent mit dem ÖV unterwegs, wie es in der Studie des Forschungsinstitut gfs.Bern heisst. Es dominieren aber in Basel klar die umweltfreundlichen Verkehrsmittel.
Lediglich 18 Prozent fahren mit dem Auto zur Arbeit. Das ist leicht mehr als in Bern (15 Prozent) und Zürich (17 Prozent), doch deutlich weniger als in den restlichen Schweizer Städten.
Stosszeiten: Ein Dorn im Auge
Die Befragung zeigt auch, dass ein grosser Teil der Basler Bevölkerung Investitionen in Grünflächen (58 Prozent) und Veloinfrastruktur (50 Prozent) als prioritär erachtet. Es folgen lebenswerte Stadträume (49 Prozent), Massnahmen gegen Lärm und Umweltbelastung (42 Prozent), Modernisierung der Strassen (41 Prozent) sowie autofreie Zonen (36 Prozent).
67 Prozent der Befragten sind entweder sehr oder eher zufrieden mit der Verkehrssituation in Basel. Anders sieht es jedoch bei den Stosszeiten aus.
Dann sinkt die Zufriedenheit auf 41 Prozent. Als grösste Verkehrsbelastungen nennen die Befragten Parkplatzmangel (50 Prozent), Verkehrsbehinderungen (49 Prozent), falsch abgestellte Velos und Trottinette (45 Prozent) und fehlende Grünflächen, falsch abgestellte Motorfahrzeuge sowie Lärm (je 41 Prozent).
Bei der Studie wurden insgesamt 15'372 Personen ab 16 Jahren aus zehn Städten befragt.