Basel: Hobby-Models klettern auf blühende Magnolien-Bäume!

Magnolien und Kirschblüten begeistern viele. Doch Hobby-Models gefährden in Basel besonders erstere durch Klettern und Abreissen von Ästen.

Das Wichtigste in Kürze
- Auch in Basel blühen derzeit Magnolien und Kirschblüten in voller Pracht.
- Doch vermehrt klettern Menschen auf die Bäume und beschädigen sie.
- Der Leiter der Stadtgärtnerei sieht Social Media als Motiv.
- Die Zuständigen denken jetzt über eine Zaunabsperrung nach.
Der Frühling ist da und damit auch die Blütenpracht, die diese Jahreszeit mit sich bringt. Besonders Magnolien und Kirschblüten erfreuen sich als Foto-Objekt hoher Beliebtheit.
In Basel scheinen einige für schöne Schnappschüsse jedoch deutlich über das Ziel hinauszuschiessen. Denn wie die «Basler Zeitung» berichtet, kommt es aktuell vermehrt zu Schäden an solchen Bäumen.
Besonders die prachtvollen Exemplare bei der Pauluskirche und an der Peter-Rot-Strasse ziehen viele Menschen an. Für schöne Fotos klettern wohl sogar einige auf die Bäume. «Das hat sicher auch mit den sozialen Medien zu tun», sagt der Leiter der Stadtgärtnerei, Emanuel Trueb.

Er erklärt mit Blick auf die Magnolien gegenüber der BaZ: «Trotz der bodennahen Äste sind sie ungeeignet, um darauf zu klettern.» Das Holz sei sehr brüchig und es dauere lange, bis Bruchstellen und Risse wieder überwuchert werden.
Zusätzlich würden auch Blüten und Äste abgerissen, was die Gesundheit der Bäume weiter gefährdet.
Stadtgärtnerei reagiert
Um die Bäume zu schützen, hat die Stadtgärtnerei nun Schilder aufgestellt, die Besuchende sensibilisieren sollen. Sollte dies nichts nützen, könnten laut Trueb in Zukunft provisorische Holzzäune während der Blütezeit angebracht werden.
Auch die Kulturkirche Paulus weist auf ihrer Website darauf hin, dass das Besteigen der Bäume verboten ist. Risse und Pilzbefall würden Magnolien «ernsthaft» gefährden, schreibt die Kirche.
Die Magnolien-Blüte bietet ein einmaliges Farbenspektakel, das viele Menschen begeistert. Durch das Verhalten einiger weniger droht dieses in Basel durch Schutzmassnahmen eingeschränkt zu werden.