Baselland will Baugesuchsverfahren vollständig digitalisieren

Endgültig Schluss mit Papierkram: Der Kanton Basel-Landschaft will das gesamte Baugesuchsverfahren digitalisieren. Die Regierung hat dafür eine Teilrevision des Raumplanungs- und Baugesetzes in die Vernehmlassung geschickt.

Die Gesetzesanpassung solle die rechtliche Grundlage für eine durchgängig elektronische Verfahrensführung schaffen, teilte die Regierung am Mittwoch mit. Das Verfahren soll von der Einreichung des Gesuchs bis zur Erteilung der Baubewilligung vollständig digital ablaufen.
Obwohl das Bauinspektorat heute bereits weitgehend digital arbeite und rund 70 Prozent der Gesuche elektronisch eingingen, seien weiterhin analoge Eingaben möglich. Dies führe zu Medienbrüchen, Doppelspurigkeiten und Intransparenz, heisst es.
Künftig sollen alle Anträge obligatorisch über eine kantonale Online-Plattform erfolgen. Damit entfalle der Aufwand für das Scannen von Papierunterlagen und die parallele Führung von Dossiers. Dies reduziere den administrativen Aufwand und verbessere die Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten.
Die Umstellung ist Teil einer umfassenderen Digitalisierung. Ab dem 1. Januar 2028 plant die Regierung auch verwaltungsinterne Beschwerdeverfahren für Behörden verpflichtend elektronisch abzuwickeln. Die Vernehmlassung dauert bis am 30. November 2026.






