FC Basel

FCB verliert Lichtsteiner-Premiere: «Geht nicht von heut auf morgen»

Yannick Stay
Yannick Stay, Simon Binz

Basel,

«Zu wenig Kontrolle, zu wenig Gefahr»: Nach dem Europa-League-Aus des FC Basel kritisiert Trainerdebütant Stephan Lichtsteiner vor allem die eigene Offensive.

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Stephan Lichtsteiner zieht nach der Heimpleite bei seinem Debüt beim FC Basel ein nüchternes Fazit. - Nau.ch

Das Wichtigste in Kürze

  • Basel verliert zuhause 0:1 gegen Viktoria Pilsen und scheidet aus der Europa League aus.
  • Beim Debüt von Stephan Lichtsteiner fehlt es dem FCB an offensiver Kontrolle.
  • Der Bebbi-Trainer gibt zu, dass der Verein noch viel Arbeit vor sich hat.

Der letzte Schritt hätte sitzen müssen – doch der FC Basel verpasste ihn. Mit dem 0:1 im St. Jakob-Park gegen Viktoria Pilsen endet die europäische Saison der Basler bereits in der Ligaphase. Besonders bitter: Ein Sieg hätte trotz der Ausgangslage tatsächlich für den Einzug in die Playoffs gereicht.

Im Fokus stand nach dem Schlusspfiff vor allem der Mann an der Seitenlinie. Stephan Lichtsteiner gab sein Debüt als Trainer des FCB – und zeigte sich in der Analyse selbstkritisch. «Schlussendlich ist es nie einfach gegen einen solchen Gegner zu spielen. Wir wussten, dass wir schnell sein müssen, dass wir mehr Kontrolle über das Spiel haben müssen.«

Ist Stephan Lichtsteiner der richtige Trainer für den FCB?

Das sei an diesem Abend definitiv nicht der Fall gewesen. «Das habe ich mir anders vorgestellt», gibt Lichtsteiner bei der PK nach dem Spiel zu bedenken. Gleichzeitig machte er klar, dass Veränderungen Zeit brauchen: «Das kommt nicht von heute auf morgen, aber daran werden wir arbeiten.»

«Es ist ein Goal, das ich so akzeptieren kann»

Das entscheidende Tor fiel in der 39. Minute nach einer Standardsituation. Nach einer Ecke kam Jiri Panos aus kurzer Distanz völlig frei zum Abschluss. Lichtsteiner konnte mit der Defensivarbeit insgesamt dennoch leben.

«Es ist ein Goal, das ich so akzeptieren kann – gegen diese Mannschaft zu verteidigen, ist nicht immer einfach. Den Rest haben wir sehr gut verteidigt, damit bin ich eigentlich zufrieden.»

Was dem Trainer jedoch deutlich missfiel, war das Offensivspiel des FC Basel. «Vor allem die Kontrolle hat mir gefehlt. Wir haben zu wenig aus den Aktionen herausgeholt und sind zu wenig vor das gegnerische Tor gekommen», bilanzierte er.

Tatsächlich blieb der Schweizer Meister über weite Strecken harmlos. Chancen von Otele, Agbonifo oder die Grosschance von Shaqiri in der Nachspielzeit änderten nichts am verdienten Tschechen-Sieg.

Der FC Basel blickt nach vorne auf das Thun-Spiel

Für Lichtsteiner ist der Europacup-Abschied dennoch kein Schlusspunkt, sondern ein Ausgangspunkt. «Ich werde noch weiter mit diesem Spiel beschäftigt sein: Wie können wir uns weiterentwickeln? Wir müssen besprechen, was wir umgesetzt haben und was nicht», erklärte er.

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Stephan Lichtsteiner trifft mit dem FC Basel am Sonntag auf den Tabellenführer aus Thun. - Nau.ch

Der Blick richtet sich nun klar nach vorne – und auf die Super League. Bereits am Sonntag wartet mit Leader Thun die nächste Herausforderung. Der Respekt ist gross. «Thun macht eine überragende Saison und ist mehr als verdient auf dem ersten Platz.

Die zehn Punkte sind eine grosse Hypothek», sagte Lichtsteiner. Umso klarer ist die Zielsetzung: «Es ist darum extrem wichtig, dass wir am Wochenende punkten.»

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